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Benedikt Sarreiter
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piqer: Benedikt Sarreiter
Donnerstag, 18.06.2020

Über die Vorteile einer psychedelischen Psycho-Therapie

Der Neurologe Robin Carhart-Harris forscht seit über 15 Jahren zu den Effekten psychedelischer Substanzen (LSD, Psilocybin) auf unser Gehirn. Er ist davon überzeugt, dass Psychedelika für bestimmte Erkrankungen der Seele um einiges besser wirken als herkömmliche Antidepressiva, etwa die oft verschriebenen Selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (Selective Serotonin Reuptake Inhibitor, SSRI). In diesem Text für den Guardian erklärt er warum:

The impact of successful psychedelic therapy is often one of revelation or epiphany. People speak of witnessing “the bigger picture”, placing things in perspective, accessing deep insight about themselves and the world, releasing pent-up mental pain, feeling emotionally and physically recalibrated, clear-sighted and equanimous. This is very different from people’s descriptions of the effects of SSRIs, where a contrasting feeling of being emotionally muted is not uncommon.

Besonders während der Pandemie (und vor allem danach), in der die Zahl der psychischen Erkrankungen stark ansteigt, könnte die psychedelische Therapie sehr hilfreich sein:

Psychedelic therapy is a much more comprehensive treatment package. It entails a small number of psychologically supported dosing sessions, flanked by assessment, preparation, and integration (talking through one’s experience afterwards). Psychedelics appear to increase brain “plasticity”, which, broadly speaking, implies an accelerated ability to change.

Diese oft tiefgreifende Veränderung ist es, was diese Art der Therapie so außergewöhnlich macht. Man sieht Licht am Ende des Tunnels. Und sie ermöglicht einen anderen Blick auf sich und die Welt:

Many of the insights these compounds awaken are of a Buddhist sort, and although timelessly relevant, they feel particularly so today: the self as illusory, suffering as inevitable, attachment as a common cause of suffering, impermanence as fundamental, and slowing down, contemplation, breath, and community as potent resources.

Harris ist überzeugt, dass es in fünf Jahren so weit sein wird. Dann wird man eventuell ganz legal und ohne Scham eine psychedelische Therapie besuchen können.

Über die Vorteile einer psychedelischen Psycho-Therapie
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Kommentare 4
  1. Gabriel Koraus
    Gabriel Koraus · vor 17 Tagen

    Interessanter Ansatz! Allerdings ist mein Eindruck, dass die universalen Transzendenz- und Horizonterweiterungserfahrungen von Menschen, die aufgrund existenzieller Fragen bewusstseinserweiternde Drogen nehmen - sei es privater Konsum von LSD und halluzinogen wirksamen Pilzen oder angeleiteter Konsum im Rahmen bestimmter Übergangs- und Initiationsrituale (wie etwa den zeitweise recht populären Ayahuasca-Zeremonien), oft nur sehr temporär begrenzte Effekte zeitigen, bzw. mitnichten zu anhaltenden mentalen und habituellen Veränderungen bei den jeweiligen AdeptInnen führen

    1. Benedikt Sarreiter
      Benedikt Sarreiter · vor 17 Tagen

      Das ist auf jeden Fall so. Um diese temporären Effekte zu umgehen, ist die Therapie im Regelfall über einen langen Zeitraum angelegt.

    2. Du Irrelevant
      Du Irrelevant · vor 17 Tagen · bearbeitet vor 5 Tagen

      Mein Eindruck ist, dass es tendenziell bei allen Erfahrungen so sein kann und im Wesentlichen von Intensität und Integration(-smöglichkeit) in den Alltag abhängt wie langfristig die "Wirkung" ist, aber auch von der Persönlichkeit: wie schwer sich jemand von der Erfahrung beeindrucken läßt und wie konsequent jemand ist. Kenne persönlich mehrere Menschen, die durch eine Erfahrung grundlegend ihr Verhalten geändert haben...

    3. Theresa Bäuerlein
      Theresa Bäuerlein · vor 5 Tagen

      @Du Irrelevant Es gibt dazu sehr interessante Forschungen von Jonathan Haidt, eines Spezialisten für Moralpsychologie, der betrachtet, wie transzendente Erfahrungen sich auf moralische Einstellungen auswirken. Er sagt, dass Menschen, die solche Erfahrungen machen, danach eine Tendenz zu moralischerem Handeln haben.

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