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Kopf und Körper

Silke Jäger
Freie Journalistin und Texterin für Gesundheitsinfos

Ich lebe in Marburg und schreibe über Gesundheit, eHealth, Gesundheitspolitik und den Brexit. Für: Krautreporter, Gute Pillen – Schlechte Pillen und RiffReporter. Non-Profit-Projekt: Podcast http://evidenzgeschichten.podigee.io/

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piqer: Silke Jäger
Freitag, 06.10.2017

Schlaf hat ein Imageproblem

Schlafmangel ist ein so großes Problem der westlich geprägten Zivilisationen geworden, dass Schlafforscher wie Mathew Walker von einer Epidemie sprechen. Eine Epidemie, die so ernst zu nehmen sei, dass Regierungen einschreiten müssten, um das Problem zu lösen.

Es gibt Zahlen in diesem Text: Von 8% der britischen Bevölkerung, die im Jahr 1942 mit weniger als 6 Stunden Schlaf auskommen mussten, ging es hoch auf stattliche 50% heutzutage. (Allerdings sind das relative Angaben, die die Bevölkerungsdichte damals wie heute nicht angeben.) Trotzdem: Man kann daran ablesen, dass der Schlafmangel deutlich zugenommen hat.

Woran liegt das? Zuerst an veränderten Lebensbedingungen: zu viel Licht in der dunklen Tageszeit, zu lange Arbeitszeiten, zu lange Pendelzeiten, die mit weniger Schlafzeit bezahlt werden. Aber auch das Verschwimmen der Grenze zwischen Arbeit und Privatleben. Und es gibt ein Imageproblem: Wer lange schläft gilt als faul und schwach und hat Grund sich zu schämen. Walker hält das für eine fatale Fehlentwicklung.

Welche Folgen hat Schlafmangel? Walker sagt:

No aspect of our biology is left unscathed by sleep deprivation. It sinks down into every possible nook and cranny. And yet no one is doing anything about it. Things have to change: in the workplace and our communities, our homes and families.

Aber so einfach ist das natürlich nicht. Schlafmangel hat vielschichtige Ursachen, mit Kamillentee und heißen Bädern kommt man ihnen nicht bei. Sowieso ist das Wissen darüber, was im Schlaf passiert und warum wir schlafen müssen, noch lückenhaft.

Was man weiß: Es gibt Korrelationen zwischen Schlafmangel und Übergewicht, Diabetes, Krebs, Bluthochdruck, Herzinfarkt und Demenz. Heißt, wer in seinem Erwachsenenleben dauerhaft unter 6 Stunden Nachtschlaf rutscht, erhöht wahrscheinlich das Risiko für diese Krankheiten. Ganz abgesehen davon, dass man sich am nächsten Tag fühlt wie nach zu viel Alkohol: energielos.

Wichtiger Longread, der mit einigen Schlafmythen aufräumt.

Schlaf hat ein Imageproblem

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Kommentare 4
  1. Daniela Becker
    Daniela Becker · vor mehr als 3 Jahre

    Sehr interessanter Text. Habe ich an alle meine Unternehmensberaterfreunde geschickt :)

    1. Silke Jäger
      Silke Jäger · vor mehr als 3 Jahre

      Gute Tat. :)

  2. Moritz Orendt
    Moritz Orendt · vor mehr als 3 Jahre

    Rogerer Federer schläft gemütliche 12 Stunden: http://www.watson.ch/G...

    Das müssen mehr Leute wissen. Dann geht es vielleicht mit dem Image wieder aufwärts ;-)

    1. Silke Jäger
      Silke Jäger · vor mehr als 3 Jahre

      Hihi, ja, das wäre vielleicht die passende Zweitkarriere für ihn: Schlafambassador.

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