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Benedikt Sarreiter
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piqer: Benedikt Sarreiter
Dienstag, 27.08.2019

Philosophen mochten Meskalin

Mike Jay beschreibt in diesem Text, welche Begeisterung und auch welchen Schrecken Meskalin in den 30er Jahren in der europäischen Intelligenzia auslöste. Er konzentriert sich vor allem auf Sartre und Walter Benjamin. Beide gaben sich ausgiebigen Sessions hin. Meskalin war das erste Psychedelika, das aus dem indigenen Gebrauch in die westliche Gesellschaft kam und es schüttelte die Denker ganz schön durcheinander.

After I took mescaline, I started seeing crabs around me all the time,” he recalled in 1971; “I mean they followed me into the street, into class.” Even though he knew they were imaginary he spoke to them, requesting them to be quiet during his lectures. Eventually he sought psychotherapeutic help from a young Jacques Lacan, which generated “nothing that he or I valued very much,” though “with the crabs, we sort of concluded that it was fear of becoming alone.”

Das war eher die unschöne Seite, die Sartre erlebte. Später berichtete er aber auch, dass er Meskalin sehr mochte, und es ihm einen unverstellten Zugang zur Natur ermöglicht hatte. Es hatte auch Einfluss auf sein Werk. Ähnlich war es auch bei Benjamin, dessen "Passagen-Werk" zu einem wesentlichen Teil "under the influence" von Hasch und Meskalin entstand.

In its grip, as Benjamin wrote in his wanderings around Marseille on hashish, “images and chains of images, long-submerged memories appear”; the borders between subject and object weaken, imagination bleeds into reality, the world comes to life in new ways. It is not purely a dream or a fantasy but “a continual alternation of dreaming and waking states, a constant and finally exhausting oscillation between totally different worlds of consciousness.”

Was die beiden sonst noch so über den Rausch dachten, steht im Text.

Philosophen mochten Meskalin
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Kommentare 1
  1. Theresa Bäuerlein
    Theresa Bäuerlein · Erstellt vor 19 Tagen · Bearbeitet vor 19 Tagen

    Toll, man möchte eine Zeiteise machen und sich dazusetzen, während einige der größten Denker der damaligen Zeit (und bis heute) im Rausch reden und ihre teils bizarren, teils sehr wertvollen Entdeckungen machen. Sehr interessant finde ich auch die Einordnung dieser Drogenexperimente in die damalige Zeit:

    "To indulge in “hours of hashish eating, or opium smoking” was, from one angle, an act of escapism, a retreat from the communal, and a betrayal of political responsibilities. At the same time the 1929 Opium Law had made the drug-taker a criminal and, as the Third Reich tightened its grip, a degenerate and an enemy of society; this made drug-taking a form of private revolt and a potential tool of liberation."

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