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Macht ein Leben ohne Handy freier, glücklicher und toleranter?

Barbara Kaufmann
Autorin und Filmemacherin in Wien

Drehbuchstudium an der Wiener Filmakademie, freie Filmemacherin;
langjährige Radiojournalistin bei Ö1, danach Leitende Redakteurin bei NZZ.at, Bloggerin beim Standard.at und Kolumnistin bei der Tageszeitung Kurier.

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Barbara KaufmannDienstag, 23.01.2018

Mathias Thalmann macht sich Sorgen. Um menschliche Fähigkeiten wie Toleranz, Intuition, Geduld, Konzentration. All das gehe zusehends verloren, meint der Schweizer Gärtner Anfang 50. Und schuld daran wäre das Mobiltelefon bzw. der Zwang, eines zu besitzen. Diesem gesellschaftlichen Druck hat er sich bisher erfolgreich widersetzt. Und damit ist er nicht allein. Nicht ganz zumindest.

Auch Marcel Lippuner hat kein Handy und dafür mehr Lebensqualität, findet er. Der Zürcher ist Mitte 40, arbeitet beim Tiefbauamt und hat dort einen Festnetzanschluss. Das genügt ihm, um mit seiner Umwelt in Verbindung zu bleiben. Menschen ohne Handy gelten mehr und mehr als Exoten, sogar als "nicht gesellschaftsfähig", wie beide Männer erzählen. Der Zwang, stets erreichbar zu sein, werde immer größer und wer sich ihm widersetzen würde, gelte als verdächtig. So hätte eine Arzthelferin Marcel Lippuner kritisch beäugt, als er angab, über keine Handynummer zu verfügen. Ungläubig versprach sie ihm, seinen Kontakt an niemanden weiterzugeben. Erst als er wiederholt versicherte, ohne Mobiltelefon zu leben, hätte sie ihm geglaubt. Und ihn spontan darum beneidet. "Wow, das würde ich auch gerne!"

Neben der Einschränkung der persönlichen Freiheit sind es vor allem auch gesundheitliche Gründe, aus denen beide bisher ein Handy verweigern. Sowohl Thalmann als auch Lippuner sind die Funkstrahlen der kleinen Geräte nicht geheuer. Gesund könne das nicht sein, meint Lippuner skeptisch. Fraglich, wie lange die beiden sich noch der Kommunikationsrevolution verweigern können. Manche Onlineportale wie z. B. Airbnb würden ohne Handynummer keine Registrierung zulassen, Zugangscodes für elektronische Bürgerservices kämen ausschließlich via Mobiltelefon. Trotzdem wollen beide so lange wie möglich an einem Leben ohne Handy festhalten. Um mehr Zeit für jene Dinge zu haben, die kein Display benötigen, um ihre Schönheit zu entfalten.

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