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Benedikt Sarreiter
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piqer: Benedikt Sarreiter
Samstag, 26.01.2019

Die zwei Gesichter von Cannabis

In den letzten Jahren wurde Cannabis zur Allzweckwaffe gegen alle möglichen Leiden hochgejubelt. Entzündungshemmend, appetitanregend, anti-depressiv, schmerzlindernd, schlaffördernd soll der Konsum sein. Das stimmt sicher alles irgendwie und für manche User, aber sicher nicht für alle. Das Grundproblem bei all diesen Behauptungen ist, dass sie durch Studien bisher nicht ausreichend belegt sind, was auch damit zu tun hat, dass man in den letzten Jahrzehnten aufgrund des Verbotes kaum forschen konnte. Jeder Hype führt zu einem Backlash. Gerade erschien im New Yorker ein langer Text von Malcolm Gladwell zur Frage, wie sicher Cannabis wirklich und wie groß die Gefahr von Psychosen durch den Konsum ist. Der folgende Text geht dieser Frage noch einmal gebündelt nach. Denn eines ist sicher, es ist neben vielen anderen Dingen auch nur ungenügend erforscht, warum manche User psychotische Erfahrungen machen:

However, many other variables affect whether a person will experience increased or decreased anxiety or psychotic symptoms when ingesting cannabis, including: potency levels; the presence of other cannabis-related chemicals; the amounts used; and the person’s frequency of use, prior experience with the substance and ability to titrate the dose, and their likelihood to experience psychiatric symptoms.

Es ist klar, dass die hochdosierten Produkte, die zurzeit auf dem Schwarzmarkt zu kaufen sind, eher das Potential haben, einiges im Gehirn durcheinander zu bringen. Eine Legalisierung würde es leichter machen, die Potenz des Stoffes präzise zu kontrollieren und besser aufzuklären, welche Menschen gefährdet sind. Legalisierungs-Befürworter tun sich keinen Gefallen, wenn sie die Gefahren von Cannabis unter den Tisch kehren. Es gibt sie und man muss sie auch ansprechen. Nur so wird man einen vernünftigen Weg finden, mit dem Potential der Pflanze umzugehen. 

Die zwei Gesichter von Cannabis
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