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Die Luca-App ist keine Hilfe

Silke Jäger
Freie Journalistin und Texterin für Gesundheitsinfos

Ich lebe in Marburg und schreibe über Gesundheit, eHealth, Gesundheitspolitik und den Brexit. Für: Krautreporter, Gute Pillen – Schlechte Pillen und RiffReporter. Non-Profit-Projekt: Podcast http://evidenzgeschichten.podigee.io/

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Silke JägerDienstag, 24.08.2021

Die Luca-App hat es dank beeindruckender medialer Unterstützung geschafft, dass ich mich mit meiner Corona-Warn-App kaum irgendwo per QR-Code einloggen kann. Alles voller Luca-Codes. Warn-App-Codes – Fehlanzeige, in Cafés, Freizeitparks und Schwimmbädern. Ganz ehrlich: Das ist mir zu hoch. Eine von der Bundesregierung finanzierte App, die von einer anderen ersetzt wird, für die die Bundesländer noch mal einige Millionen Euro extra ausgeben. Warum? Von Anfang an: Warum?

Schön wäre es gewesen, wenn diese Investition dann wirklich einen Unterschied gemacht hätte. Wenn Luca die Kontaktverfolgung wirklich leichter gemacht hätte und dadurch Infektionsketten kürzer würden. Wenn Gesundheitsämter wirklich weniger Arbeit hätten und besser zusammenarbeiten könnten. Dann von mir aus.

Aber leider ist das nicht so. Die Tech-Journalistin Eva Wolfangel hatte in der ZEIT einige Texte veröffentlicht, die dieses Debakel vorausgesehen haben (Beispiel 1, Beispiel 2). Es gab viele Sicherheitsbedenken und viel Ärger zum Start der App.

Jetzt, nach einigen Monaten im Betrieb, stellt sich heraus: 60 Mal war die App nützlich. In einem Zeitraum, in dem insgesamt 130.000 Neuinfektionen gemeldet wurden. Echte Hilfe sieht anders aus.

Der gepiqde Beitrag fasst den Stand der Diskussion um die Luca-App gut zusammen. Ich schöpfe damit wieder ein bisschen Hoffnung, dass ich mich im Herbst doch noch mit meiner Warn-App öfter zum Kaffeetrinken einloggen kann (wofür die Warn-App noch alles benutzt werden kann und dass sie tatsächlich Infektionsketten verkürzt, hatte ich schon mal für Krautreporter aufgeschrieben).

Um ins Café gelassen zu werden, braucht es auch noch den Impf- oder den Genesenen- oder einen Testnachweis. Mit meiner Corona-Warn-App habe ich diese Nachweise alle gleich zur Hand. Wer hingegen nur Luca hat, braucht dafür noch eine weitere App.

Die Luca-App ist keine Hilfe

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Kommentare 4
  1. Cornelia Gliem
    Cornelia Gliem · vor 19 Tagen

    Endlich sagt es mal jemand : - ) ...
    Wie oft ist mir das schon aufgefallen im Café etc. Luca gut und schön - aber ich habe die Bundes-App, verd*****.

  2. Dominik Lenné
    Dominik Lenné · vor 19 Tagen

    Ja, es braucht einfach mehr Publicity für die Corona Warn App. Werbung. Menschen sind beeinflussbar durch Argumente - wer hätte das denn gedacht? Wenn man selbst sie nicht beeinflusst, tun es Andere.
    https://twitter.com/co... folgen und retweeten hilft vielleicht ein bischen.

  3. Silke Jäger
    Silke Jäger · vor 24 Tagen

    Noch eine Ergänzung: Timeline der Berichterstattung über Luca https://timeline.luca....

  4. Silke Jäger
    Silke Jäger · vor 24 Tagen

    Der Vollständigkeit halber hier noch die Darstellung des Nutzens aus Sicht der Luca-Betreiber https://www.aerzteblat... Sie geben an, dass 126.000 Menschen durch die Luca-App gewarnt wurden und Gesundheitsämter 1750 Mal Kontaktdaten von teilnehmenden Betrieben angefordert hätten.

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