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Kopf und Körper

Daniela Becker
Umweltwissenschaftlerin und Journalistin
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Daniela Becker
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Donnerstag, 20.12.2018

Sind gentechnisch veränderte Babys unausweichlich?

Alles rund um das Thema Genmanipulation bei Menschen löst bei mir einen gewissen Grusel aus. Ich denke, das ist meinem Faible für trashige Horrorfilme geschuldet. Designer-Baby aus dem Katalog nach Frankenstein-Manier erzeugen? So extrem wird es nicht kommen, meint der Autor dieses Textes. Nichtsdestotrotz werde die Genchirurgie in der Medizin eine Rolle spielen.

Viele Wissenschaftler konzentrieren sich auf eine ethisch weniger bedenkliche Veränderung. Sie wollen Mutationen in den Zellen von Kindern und Erwachsenen korrigieren, also nicht in die Keimbahn eingreifen, sondern mit somatischen Zellen arbeiten. Beispiele dafür sind Veränderungen an blutbildenden Stammzellen, mit denen sich entsprechende Erkrankungen vielleicht beheben lassen.

Krankheiten heilen ist natürlich wünschenswert. Schon heute werden offenbar aber genetische Eingriffe getätigt über die man aus ethischer Sicht zumindest streiten kann.

In Großbritannien wird es die ersten europäischen Babys mit drei genetischen Eltern geben. Dort geht es um Paare, die von genetischen Krankheiten der Mitochondrien betroffen sind, die sich möglicherweise durch einen Austausch der DNA in den Kraftwerken der Zelle vermeiden lassen. Das erste Kind mit drei genetischen Eltern als Folge einer gezielten Strategie wurde übrigens in Mexiko geboren. Die Reproduktionsmediziner des „New Hope Fertility Center“ in New York haben dort bereits eine eigene Klinik eröffnet – vermutlich, weil sie nicht sicher sind, ob ihre Methoden in den USA erlaubt sind.

Aber wo zieht man die Grenzen? Und wie will man sowas überhaupt gesetzlich regeln? Und vor allem: Was würde ich tun, wenn ich glauben würde, ein Eingriff bewahrt mein Kind vor einer schweren Krankheit? Ein Text, der mich doch sehr nachdenklich zurückgelassen hat.

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