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Kopf und Körper

B-Zellen, Plasmazellen, Gedächtniszellen, Antikörper

Dominik LennéMontag, 31.01.2022

Für Wissensdurstige.

Das Immunsystem - nicht nur des Menschen, sondern auch der Tiere - ist so komplex, dass es trotz der Wissensexplosion der letzten 150 Jahre noch nicht zur Gänze verstanden ist. Denn wir sind ja nicht allein auf der Welt. Nicht nur Säbelzahntiger wollen sich an uns gütlich tun, sondern auch eine unermessliche Zahl von Mikroorganismen würde nichts lieber tun, als uns so schnell wie möglich zu einem übelriechenden Brei zu verarbeiten. 

Eine Fülle von Zellen, Stoffen und Reaktionen arbeiten zusammen, um dies zu verhindern, und Antikörper, von B-Zellen, bzw. deren Nachfolgern, den Plasmazellen, gebildete große Peptidmoleküle, spielen eine zentrale Rolle dabei. Sie haben eine wundervolle und unerklärliche Eigenschaft: sie können körperfremde Organismen und Substanzen als körperfremd erkennen und sie markieren, indem sie sich an sie binden. Mit dem Antikörper an seiner Oberfläche hängend, sind ein Teil der unerwünschten Eindringlinge bereits unschädlich, und der Rest erscheint nun auf dem Radar einer Reihe von Abwehrzellen als hell leuchtende Punkte. 

Die Wirkung der Antikörper, fremde Objekte zu erkennen, aber (fast) keine körpereigenen beruht auf zwei Fakten:

  • Ihrer enormen Variabilität, die viel größer ist, als im Genom angelegt sein kann, so dass für jede praktisch vorkommende Struktur eine Passung erzeugt wird. 
  • Ihrer Selektivität: normalerweise binden sie nicht an körpereigene Zellen.

Wie die Variabilität entsteht, hat Susumu Tonegawa erforscht und dafür 1987 den Nobelpreis für Medizin bekommen. Der Körper kann die Gene, die die Antikörper codieren - und nur die - nach dem Zufallsprinzip zerschnippeln und neu zusammensetzen. (Wer die Details versteht - hier sein Nobelpreisvortrag.)

Ihre Selektivität beruht ihrerseits auf einer Selektion. Der Körper prüft die B-Zellen, von denen jede nur eine Sorte Antikörper an ihrer Oberfläche bildet, während ihrer Reifung, ob sie etwa an körpereigene Strukturen binden. Wenn dies der Fall ist, wird die entsprechende B-Zelle getötet, so dass später nur noch solche Antikörper auftauchen, die an körperfremde Objekte binden. 

Für mich war es sehr erhellend und angenehm, dieses nun besser zu verstehen.

B-Zellen, Plasmazellen, Gedächtniszellen, Antikörper

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