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Spiele und Kultur

Rainer Sigl
Journalist Print/Online/Radio, Blogger; Textarbeiter
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piqer: Rainer Sigl
Montag, 27.03.2017

Videospiel-Archäologie: Zu Gast bei zufallsgenerierten Völkern

Auf den ersten Blick haben Archäologie und Videospiele nicht so viel gemeinsam, auf den zweiten aber doch: "Archaeogaming" heißt der Blick auf Videospiele durch das Auge von Archäologie und Ethnologie. Seit Mitte der 2000er-Jahre geistert der Begriff durch den englischen Sprachraum, sein Erfinder Andrew Reinhardt hat als Erster die bemerkenswerte Brücke zwischen Games und Altertumskunde geschlagen. Dominik Schott, selbst studierter Archäologe und als Gamesjournalist tätig, hat den frischen Zugang in seinem vor Kurzem neu gegründeten Blog ArchaeoGames  ins Deutsche geholt.

In einem aktuellen Eintrag widmet sich Schott einem Thema, das es so nur in Videospielen geben kann: jenen Ethnien, Stämmen und Völkern, die Spielerinnen und Spielern in Titeln mit zufallsgenerierten NPCs und Gesellschaften begegnen. Vor allem in den Spielen "The Curious Expedition", das von fiktiven Expeditionen in die unerforschten weißen Flecken der Landkarten des 19. Jahrhunderts handelt, im Nemesis-System von "Shadow of Mordor" mit seinen wilden, ebenfalls zufallsgenerierten Ork-Horden und dem riesigen Weltraum von "No Man's Sky" sucht und findet Schott spannende Beispiele für die prozedurale Gestaltung dieser Art - mal gelungener, mal weniger geglückt. 

Ein kleines Addendum möchte ich sowohl den Leserinnen und Lesern dieser Zeilen als auch dem Autor des Artikels über den "Zauber des Unerwarteten" hiermit noch ans Herz legen: Wie Mark Johnson in seinem mega-ambitionierten Rogue-like "Ultima Ratio Regum" ganze Zivilisationen samt Kulturgeschichte, Religion und Gesellschaft per Zufall gedeihen lässt, ist mindestens eine Handvoll weitere Artikel auf diesem spannenden Blog wert.

 

Videospiel-Archäologie: Zu Gast bei zufallsgenerierten Völkern
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