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Spiele und Kultur

Christian Huberts
mächtiger™ Kulturwissenschaftler und Kulturjournalist
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piqer: Christian Huberts

Stehenbleiben und die Polygone einatmen – Stille Momente in Computerspielen

Ich habe die Theorie, dass sich Computerspiele mitten in einem ästhetischen Umbruch befinden. Sie lassen das Erbe ihrer Genese in Forschungslaboren und der Rüstungsindustrie immer weiter hinter sich und erlauben vermehrt der Spielästhetik den Vortritt vor der Spielmechanik. Tastendrücke verlieren an Bedeutung und die Spielenden werden ebenso zu Spürenden. Das ist zu vergleichen mit Malerei, die sich plötzlich nicht mehr mit perfekter Technik an realistischen Schatten- und Faltenwürfen abarbeitet, sondern um die intensive Wirkung von Farben und Formen bemüht ist.

Moderne Games bieten Leerräume. Momente in denen es nichts zu leisten oder zu erreichen gibt. Augenblicke, die einladen, bewusst auf aktives Eingreifen zu verzichten und für eine Weile einfach nur anwesend zu sein. Im Prinzip waren diese verschwenderischen Zeiträume auch schon in früheren Games möglich. Man musste dort nur viel stärker der Versuchung widerstehen, in blinde Aktion zu treten. Das Computerspiel-Kollektiv Attract Mode macht es uns aber diesmal ganz einfach und sammelt ruhige Szenen pixeliger und polygonaler Poesie als animierte GIFs. Tief einatmen!

Stehenbleiben und die Polygone einatmen – Stille Momente in Computerspielen

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Kommentare 2
  1. Juliane Becker
    Juliane Becker · vor 10 Monaten

    Hatte schon oft dasselbe Gefühl. Zuletzt bei Anno 2205 - da auch deutlich weniger pixelig als bei Attract Mode. Pixel muss man mögen.

  2. Christian Huberts
    Christian Huberts · vor 10 Monaten

    Gibt es auch in der Straßenrand-Edition: blog.attractmo.de/post/1212....

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