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Spiele und Kultur

Christian Huberts
mächtiger™ Kulturwissenschaftler und Kulturjournalist
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piqer: Christian Huberts

Das Ende von 1337 – Wie der Mobile-Markt den Kampf um die Deutungshoheit über Games aufrüttelt

Ken Wong hat leicht reden, wenn er andere Spielentwickler über die Gründe ihres Misserfolgs auf dem umkämpften Mobile-Markt aufklärt. Er ist Lead Designer bei ustwo – also jenem Studio für digitale Produkte, das es mit Monument Valley bis auf das Smartphone von House of Cards-Hauptfigur Frank Underwood geschafft hat. Wongs Replik auf Aksel Junkillas pessimistische Ansichten zum Markt für mobile Spiele ist aber viel mehr als der gutgemeinte Rat eines Besserwissers.

Es stimmt, auch bei Mobile Games gilt die Faustregel, dass 90% von Allem einfach Müll ist. Die Stores von Apple und Google sind randvoll mit miesen Spielen, den Kopien mieser Spiele sowie den Kopien der Kopien mieser Spiele. Monetarisiert wird das Chaos notdürftig mit manipulativen »Free2Play«-Psychotricks. Kurz: Ein kreativer Marktplatz sieht anders aus.

Und dennoch gibt es sie, die innovativen Experimente, die ästhetischen Meisterwerke und die hochwertigen Spielerlebnisse. Das von den Werken M. C. Eschers inspirierte Monument Valley ist dabei nur eines von vielen Beispielen. Wie kommt es also zu dieser Diskrepanz zwischen kreativem Inkubator und kapitalistischem Haifischbecken? Und warum verhalten sich die Kunden nicht mehr so wie früher?

Ken Wong findet gute Antworten: Dank dem Smartphone haben Menschen, die eigentlich nur telefonieren wollen, plötzlich eine voll funktionsfähige tragbare Spielkonsole zur Hand. Gleichzeitig war es noch nie so leicht und günstig, selbst Games zu entwickeln. Die Spielkultur wurde also vom Mobile-Boom kräftig aufgewirbelt. Viele alteingesessene Gamer, Entwickler und Publisher blicken jedoch mit elitärer Arroganz auf diese Veränderung und spielen/entwickeln weiter, als wäre alles wie früher.

Jede Kulturform erlebt Umbrüche in ihrer Nutzerstruktur. Und auch beim Computerspiel ist es jetzt soweit. Die Gamer-Elite – auch 1337 genannt – muss sich ihr Medium nun mit vielen, neuen Menschen teilen. Und das bedeutet: Andere Ansprüche, andere Interessen und eben auch andere Spiele!

Das Ende von 1337 – Wie der Mobile-Markt den Kampf um die Deutungshoheit über Games aufrüttelt

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