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Sonja Wild
Redakteurin, Spielebloggerin

Hat englische und deutsche Literaturwissenschaft sowie Politik in Erlangen studiert. Schreibt auf lostlevels.de über Indie-Spiele und arbeitet in der Redaktion des Bookazines WASD mit. Lebt, spielt und arbeitet in Berlin.

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piqer: Sonja Wild
Freitag, 27.05.2016

Wenn Disney die Rechte an Monkey Island zurückgeben würde ...

Vor kurzem hat der Disney-Konzern angekündigt, aus der Entwicklung eigener Computerspiele auszusteigen und auch Infinity, ein Open World-Titel, bei dem Spielfiguren mittels NFC-Technik ins Spiel integriert werden können, einzustellen. Weitaus interessanter als das Ende des Plastikfigurenspiels war für Adventure-Fans aber eine andere Frage, die mit dieser Information verbunden ist: Was passiert nun mit den LucasArts-Lizenzen? Schließlich hatte Disney das Studio, in dem unter anderem die Klassiker Maniac Mansion und Monkey Island entstanden, im Jahr 2012 im Paket mit LucasFilm gekauft – um es dann auf der Stelle dicht zu machen. Die Rechte an den Adventure-Klassikern liegen seitdem ungenutzt herum. Ron Gilbert, der Entwickler hinter beiden Titeln, fragte nun anlässlich der Meldung von Disneys Ausstieg via Twitter an, ob er die Rechte daran wiederhaben dürfe, er würde auch „real actual money“ dafür zahlen.

Die Vorstellung eines weiteren Monkey Island-Teils aus Gilberts Feder ist wohl für die meisten, die wie ich mit seinen Spielen groß geworden sind, extrem reizvoll. Auch wenn sehr fraglich ist, ob Disney überhaupt Interesse daran hat, zu verkaufen und Gilbert über die nötige Summe verfügt, die Disney aufrufen würde – die Meldung ist Anlass genug, nochmal einen Blick auf etwas zu werfen, das Gilbert schon 2013 geschrieben hat: In seinem Gedankenspiel „If I Made Another Monkey Island“ skizzierte er in 17 Thesen und schönstem C64-look-and-feel, wie ein solcher weiterer Teil aussehen könnte. Und das klingt auch drei Jahre später immer noch verdammt gut. Disney, make it happen! Und wenn es nichts wird, sieht zumindest Gilberts aktuelles Projekt Timbleweed Park recht vielversprechend aus.

Übrigens: Ja, Gilbert hat es tatsächlich geschafft, sich bei Maniac Mansion zu verschreiben. Den besten Witz darüber hat er selbst gerissen.

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