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Fundstücke

Elisabeth Dietz
Redakteurin, Community Manager
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piqer: Elisabeth Dietz

Weil man das fürchtet, was man nicht kennt – ein Ask Me Anything

„I'm a Syrian refugee. Ask me a question :)“ – mit dieser einfachen Aufforderung setzt sich dieser User des Netzwerks Plag der Neugier, dem Misstrauen, dem Mitgefühl und Zorn völlig Fremder aus. Denn Plag leitet Nachrichten nicht an Freunde oder Follower weiter, sondern an User, die physisch in der Nähe sind. Diese entscheiden mit einem Wisch, ob sie die Nachricht ihrerseits weiterleiten oder nicht. Interessante Inhalte verbreiten sich so über die ganze Welt. Wer sie bekommt, ist nicht vorhersehbar.

Papaki, um die dreißig, Verwaltungangestellter, rettete seine Mutter, seine Schwester und sich selbst aus Damaskus. Jetzt, zwei Jahre später, ist er in Deutschland und sicher. Mit Geduld, Wärme, Humor und Offenheit hebt er das Genre des AMA („Ask Me Anything“) auf eine ganz neue Ebene. Erklärt, warum er nicht geblieben sei, „um für sein Land zu kämpfen“, warum sein blonder und blauäugiger Cousin es an den Grenzen leichter hatte und dass es nicht schaden könne, verpflichtenden Nachhilfeunterricht im Umgang mit Frauen einzuführen. Über seinen Alltag in der Flüchtlings-WG berichtet er genauso eloquent wie über die Ursachen des Krieges in Syrien. 

Nicht nur Papakis Antworten sind erhellend. Die Fragen und Geschichten, Wünsche und Verwünschungen seiner Gesprächspartner – unter ihnen Deutsche, US-Amerikaner, Schweden, Ungarn, Kanadier – bilden die Ängste und Zweifel, die Feindseligkeit, aber auch die Hilfsbereitschaft und den Humanismus ab, denen man als Flüchtender begegnet.

Wenn Sie selbst eine Frage haben, können Sie sich über das Eingabefeld rechts unten als Anonymus am Gespräch beteiligen. Ansonsten empfiehlt sich die Weitergabe des Kontakts an besorgte Bürger in Ihrer Umgebung. Weil man das fürchtet, was man nicht kennt.

Weil man das fürchtet, was man nicht kennt – ein Ask Me Anything

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