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Fundstücke

Magdalena Taube
Redakteurin
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piqer: Magdalena Taube
Montag, 04.01.2016

Warum Karl Ove Knausgård wie eine Frau schreibt

Wer im letzten Jahr deutschsprachige Feuilletons gelesen hat, der kam an dem Namen Karl Ove Knausgård nicht vorbei. Der Autor des Mammutwerks (das in Deutschland nicht „Mein Kampf“ heißt), das sich auf Tausenden von Seiten mit einem Schriftsteller namens Karl Ove Knausgård beschäftigt, war absoluter Liebling der Literaturseiten. Als Knausgård-Leserin der ersten Stunde habe ich mich über die späte Aufmerksamkeit (in den USA beispielsweise ist er schon lange ein Star) zunächst gefreut. Gleichzeitig wurde ich skeptisch. Was ist eigentlich so genial an dem „radikalen Realismus“ des Autors? Der Essay der Schriftstellerin Siri Hustvedt ist toll. Er sichtet und kritisiert Knausgårds Werk aus einer weiblichen Perspektive. Dabei geht es nicht so sehr um die Darstellung von Frauen in Knausgårds Büchern sondern um die Weiblichkeit des Autors. Und auch um Ungerechtigkeiten wie diese:

„If the thousands of pages of My Struggle are testimony to anything, it is that the man did find time to write.“

Warum Karl Ove Knausgård wie eine Frau schreibt
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