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Fundstücke

piqer: Hasnain Kazim
Dienstag, 15.12.2020

Warum John le Carré die deutsche Sprache liebte

Der weltberühmte britische Schriftsteller John le Carré ist am 12. Dezember 2020 gestorben. Bekannt war – und ist – er vor allem für seine Spionageromane. Sein Durchbruch gelang ihm mit seinem dritten Buch, "Der Spion, der aus der Kälte kam".

Le Carré mochte Deutschland und liebte die deutsche Sprache. In diesem Artikel (entstanden aus einer Rede), der anlässlich seines Todes mehrfach in meinen Timelines aufgetaucht ist, beschreibt er 2017, warum. Sein Faible fürs Deutsche geht demnach vor allem auf seinen Lehrer Mr. King zurück, der mitten im Zweiten Weltkrieg trotz allem etwas für diese Sprache und dieses Land übrig hatte:

Rather than join the chorus of anti-German propaganda, he preferred, doggedly, to inspire his little class with the beauty of the language, and of its literature and culture. One day, he used to say, the real Germany will come back. And he was right. Because now it has.

Nach dem Krieg konnte Le Carré nicht nach Deutschland, also ging er in die Schweiz, wo eine Lehrerin, Frau Karsten, sein Interesse an der deutschen Sprache weiter vertiefte. Und er widerspricht dem – ebenfalls weltberühmten – Schriftsteller Mark Twain, der eher eine Abneigung gegen diese Sprache hegte:

You’ve probably heard the Mark Twain gag: “Some German words are so long they have a perspective.” You can make up crazy adjectives like “my-recently-by-my-parents-thrown- out-of- the-window PlayStation”. And when you’re tired of floundering with nouns and participles strung together in a compound, you can turn for relief to the pristine poems of a Hölderlin, or a Goethe, or a Heine, and remind yourself that the German language can attain heights of simplicity and beauty that make it, for many of us, a language of the gods.

Dies ist aber nicht nur ein Text über die Liebe zur deutschen Sprache, sondern auch über Freundschaft – und ein Plädoyer fürs Lernen von Fremdsprachen. Und eine wunderbare Erinnerung an John le Carré.

Möge er in Frieden ruhen.

Warum John le Carré die deutsche Sprache liebte

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Kommentare 1
  1. Michael Praschma
    Michael Praschma · vor einem Monat

    Ich habe den Guardian-Artikel auf meiner Facebook-Texterseite geteilt (http://bit.ly/John-le-...), weil ich den so gut finde. Interessant ist, dass er für seinen Schlusssatz ein Göring-Zitat verfremdet; der soll gesagt haben, dass er seinen Browning entsichert, wenn er das Wort Kultur hört. Le Carrés Version ist natürlich viel, viel besser.

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