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piqer: The Buzzard
Dienstag, 23.10.2018

Taugen die Grünen zur neuen Volkspartei?

Für Volker Bouffier ist es zum Mantra geworden. „Jetzt geht’s um Hessen!“ In Talkshows, in Interviews, auf der Bühne – wieder und wieder betont der CDU-Spitzenkandidat, dass man Hessen nicht mit dem Rest der Republik vergleichen dürfe. Hessen sei anders.

Bouffier hofft, wie alle in der CDU, dass man bei der Wahl am Sonntag möglichst wenig davon merken wird, wie unbeliebt die Union gerade in Deutschland ist.

Wahrscheinlich ist das aber nicht. Alle Prognosen sagen: Der bundesweite Trend wird sich auch in Hessen zeigen. CDU und SPD werden massenhaft Stimmen verlieren. Freuen können sich aktuell nur die Grünen und die AfD. Besonders die Grünen. Laut dem ZDF-„Politbarometer“ liegt die Partei bundesweit bei 20 Prozent; die Grünen sind die zweitstärkste Kraft in Deutschland und haben die SPD längst überholt.

Aber ist dieser Trend nachhaltig? Taugen die Grünen zur neuen Volkspartei?

Zu diesen Fragen bieten wir von The Buzzard aktuell eine kuratierte Übersicht mit acht Positionen von Politikwissenschaftlern, Bloggern und Journalisten.

Zwei Lesetipps vorab: Wer raus aus einer linksliberalen Filterblase möchte, der wird bei Klaus-Rüdiger Mai auf Tichys Einblick fündig. Mai kritisiert die angebliche Abgehobenheit der grünen Wählerschaft und die Berichterstattung über die Grünen. Seine teils überspitzte Kontrastierung verschiedener gesellschaftlicher Milieus und Interessengruppen zeichnet ein alternatives Bild zur manchmal überhöhten Darstellung des grünen Wahlerfolgs in den etablierten Medien.

Eine ungewöhnliche These vertritt der Autor Matthias Heitmann. Er schreibt auf seinem Blog: Grüne und AfD haben mehr gemeinsam, als ihnen lieb sei. Die Politik beider Parteien bediene die selben Ängste und beruhe auf einem ähnlichen Menschenbild.

Die gesamte Debatte mit Pro und Kontra, die journalistische Einordnung und Hintergrundinfos finden sich auf TheBuzzard.org.

Taugen die Grünen zur neuen Volkspartei?
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Kommentare 1
  1. Moritz Orendt
    Moritz Orendt · Erstellt vor 7 Monaten ·

    Danke für die Perspektiven, die ich so sicherlich nicht gelesen hätte.

    Schade nur, dass beide oben verlinkte Artikel sich nur mit einem Zerrbild des grünen Denkens beschäftigen (ist vielleicht bei den Quellen nicht anders zu erwarten).

    Ein Beispiel aus "AfD & Grüne: Die Angstethiker":

    "Tatsächlich gleicht der Multikulturalismus grüner Lesart eher einer Aneinanderreihung verschiedener (mono-)kulturell definierter Räume, die alle als in sich homogen betrachtet und möglichst hermetisch voneinander abgeriegelt werden. Es ist diese Konstruktion einer „vielfältigen“ Gesellschaft, die nicht nur ein striktes Management von oben erfordert, sondern auch innerhalb dieser kulturell definierten Gruppen der Herausbildung autoritärer Strukturen Vorschub leistet und damit den Individuen nur wenige Freiheiten lässt. Letztlich legten diese so entstandenen und entsprechend konservativ orientierten Parallelgesellschaften erst den Grundstein dafür, dass vielen Menschen heute eine mehr oder minder erzwungene kulturelle wie politische Homogenisierung als die womöglich bessere, weil sicherere Alternative gilt."

    Gibt es wirklich Grüne, die so etwas ernsthaft als wünschenswert betrachten? Ich kenne keinen einzigen.