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Marco Eisenack
Marco Eisenack
Community piq
Montag, 11.04.2016

Spitzenposten meets Parteigemauschel: Eine sehr gute Frage, die Kassian Stroh hier stellt!

Man hat sich an einiges gewöhnt in der real existierenden Rathauspolitik. Das Postengeschacher nach Parteibuch nimmt man als Bürger seit Jahrzehnten hin. In München betrifft das nicht nur die Verwaltungsspitzen, sondern auch die Posten der städtischen Gesellschaften. Und das sind oft ansehnliche mittelständische Unternehmen.

Wie sagt es Kassian Stroh in seinem Kommentar so schön: "Ob bei Münchenstift, Klinikum, Markthallen, Messe, Stadtwerken, Gesellschaft für Stadterneuerung: Dass Spitzenposten städtischer Unternehmen und Betriebe an Parteifreunde der Regierenden im Rathaus gehen, hat es immer schon gegeben, und nicht immer war das Ergebnis schlecht."

Und so kann es auch im Fall der städtischen Wohnbaugesellschaften sein, dass bei der Besetzung die beiden Stadträte Max Straßer (CSU) und Christian Amlong (SPD) die allerbeste Wahl sind. Aber es kann eben auch sein, dass sie nicht die Aller-aller-Besten sind. Und angesichts der mammutösen Aufgabe, die in Sachen Wohnungsnot auf die künftigen Chefs wartet, könnte es durchaus sinnvoll sein, ein ergebnisoffenes Ausschreibungsverfahren zu machen. Vielleicht so, wie es die städtische Verwaltung bei jeder kleinen Bestellung machen muss, die ein paar hundert Euro überschreitet.

Das größte Problem bringt Kassian Stroh auf den Punkt: "Und wirklich gute Bewerber werden sich ohnehin nicht mehr melden, wenn alles schon schwarz-rot ausgemauschelt ist."

Spitzenposten meets Parteigemauschel: Eine sehr gute Frage, die Kassian Stroh hier stellt!
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Kommentare 1
  1. Franz Kotteder
    Franz Kotteder · Erstellt vor mehr als 3 Jahren ·

    Warum man für städtische Wohnungsbaugesellschaften überhaupt ein Parteibuch braucht, ist kaum nachzuvollziehen, das ist schon wahr. Bei anderen Posten, die tatsächlich auch mit politischer Verantwortung verbunden sind wie städtische Referenten, finde ich die Forderung nach parteilosen Kandidaten aber nicht sehr überzeugend. Schließlich hat der Wähler bestimmte Parteien gewählt, damit sie ihre Politik umsetzen, und diese Politik lässt sich halt am besten mit Leuten umsetzen, die der jeweiligen Partei angehören.

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