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Richard Oehmann
Jahrelange Berufsausübung ohne jegliche Form von Berufsausbildung
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piqer: Richard Oehmann
Donnerstag, 22.09.2016

Rassismus muss benannt werden

"Das leistet den Rechtsextremen nur Vorschub." Das war so die gängige Beschwerde, wenn zum Beispiel Markus Söder sich mit wohl dosierter Fremdenfeindlichkeit geäußert hat.

Sascha Lobo geht den Fall Scheuer direkter an und attestiert dem CSU-Generalsekretär einfach Rassismus. Dies begründet er hurtig und plausibel anhand des umstrittenen Zitats: 

"Entschuldigen S' die Sprache, das Schlimmste ist ein fußballspielender, ministrierender Senegalese, der über drei Jahre da ist - weil den wirst Du nie wieder abschieben." (Scheuer)

"Scheuer beschreibt mit nur zwei Begriffen die bestmöglichen Integrationsfelder in die (bayerische) Gesellschaft: Fußball und aktiver Katholizismus.  ...  Und dann reicht 'Senegalese' aus, um aus der schon klischeehaften Musterintegration 'das Schlimmste' werden zu lassen." (Lobo)

Aber der Kolumnist knüpft an die Analyse noch den Aufruf zum "Kampf gegen den Passivrassismus".

Da in diesem Land mittlerweile in Foren und auf der Straße schon sehr viel alltäglicher Rassismus durchgewunken wird, ist der Aufruf durchaus angebracht. Ob er was bringt, bleibt fraglich. Aber weitersagen kann man's ja mal.

Rassismus muss benannt werden
8,3
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Kommentare 1
  1. Marcus von Jordan
    Marcus von Jordan · vor etwa einem Jahr

    "Bei Scheuer klingt das in der Illner-Talkshow so: "Stimmung muss man als politische Fakten nehmen." Zugleich sagt der CSU-Generalsekretär: "Wir sind auf einem guten Weg, auf einem Weg der Inhalte." Stimmung als Fakt, Stimmung als Inhalt? Wie das zusammenpasst, fragt in dieser Sendung leider niemand."
    www.sueddeutsche.de/medien/zd...