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Florian Meyer-Hawranek
Head of Content, PULS

Redakteur bei PULS, dem jungen Programm des Bayerischen Rundfunks | u.a. für den Podcast "Einfach machen" und die Reportagereihe "Die Frage" | davor: Reporter für Fernsehen, Hörfunk und Print u.a. für quer | unterwegs in München, im Netz und in Lateinamerika

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piqer: Florian Meyer-Hawranek
Donnerstag, 07.02.2019

Netzermittler: So läuft die Strafverfolgung im Darknet

Versteckte Ermittler mit Tor-Browser, synthetische Drogen aus Tauschbörsen in Polizeihand und die vermeintlich sichere Anonymität von Kryptowährungen: Ermittlungen im Darknet sind schwierig – hört man zumindest immer. Und: Sie sind schwierig zu beschreiben. Einmal, weil natürlich alles super geheim bleiben soll. Aber auch weil Journalisten selten über die oben genannten Stichworte hinauskommen – ich ja auch nicht. Klar ist aber auch: Die Netzkriminalität nimmt zu, also wird auch die Ermittlungsarbeit immer wichtiger. Nur: Wie werden die Straftaten dort jetzt eigentlich aufgedeckt?

Einen Einblick liefert diese Episode des Deutschlandfunk-Hintergrunds. Wer sich wirklich auskennt, wird wohl nicht so viel Neues erfahren. Als erster Schritt taugen die knapp 20 Minuten aber allemal. Zu Wort kommen vor allem viele Ermittler selbst – wie Andreas May. Er leitet seit zehn Jahren die Hessische Zentralstelle für Internetkriminalität, eine Sondereinheit der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main. Einer ihrer jüngsten Erfolge: Die Aufdeckung und Zerschlagung der Darknet-Plattform Elysium mit 110.000 Nutzern, eine der größten Kinderpornografie-Plattformen der Welt.

Wie die Ermittlungen laufen, zeigt auch das Beispiel Alexander U.: Der 31-jährige Informatikstudent muss für sechs Jahre in Gefängnis, weil er über vier Jahre ein Forum im Darknet betrieb. "Keine Kontrolle, alles erlaubt!", versprach er auf der Plattform, auf der Kriminelle unter anderem mit Waffen handelten. "So kam es, dass der spätere Amokschütze von München, David S., über eben diese Website eine halbautomatische Waffe kaufte. Im Juli 2016 tötete der damals 18-Jährige damit in einem Münchner Einkaufszentrum neun Menschen. Fünf weitere verletzte er." Auf die Schliche kam das Bundeskriminalamt Alexander U. mit fünf verdeckten Ermittlern, die erst den glaubwürdigen Account eines Waffenverkäufers übernahmen und anschließend eine Bitcoin-Spende an den Forenbetreiber Alexander U. weiterverfolgten.

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