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Fundstücke

Gleich zwei Features zu LGBT-Feindlichkeit in Polen

Susanne Franzmeyer
Piqer für Radio Features
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Susanne FranzmeyerDonnerstag, 30.12.2021

Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur sendeten zeitnah gleich zwei unterschiedliche Features zum selben Thema, die beide gelungen und hörenswert sind. In Teilen werden ähnliche Inhalte wiedergegeben, auch derselbe Song taucht in beiden Features auf, findet aber unterschiedliche Verwendung. Das eine Feature, "Anti-LGBT-Gemeinden in Polen – Karte der Schande" von den vielfach preisgekrönten Autor*innen David Zane Mairowitz und Małgorzata Żerwe ist wie ein Roadmovie aufgezogen, in dem der harte Rap einer polnischen LGBT-Aktivistin leitmotivisch durch das Stück führt, und in dem das Autor*innen-Duo die Orte der "Karte des Hasses" bereist – polnische Gemeinden, die sich öffentlich dazu bekannt hatten, "LGBT-frei" zu sein:

"Wir folgen der Spur auf einer Landkarte, erstellt von Paulina Pająk, Kuba Gawron, Kamil Maczuga, Paweł Preneta. Die Karte heißt 'Atlas nienawisci' – Atlas des Hasses. (...) März 2019, lokale Regierungen verabschieden so genannte 'Erklärungen'. Sie weisen Gebiete aus, die frei von 'LGBT-Ideologie' sind. Sofort tritt die Atlas-Gruppe auf den Plan und dokumentiert auf ihrer Website die diskriminierenden Regionen. Über 100 lokale Gebietskörperschaften nehmen die Erklärungen oder andere Maßnahmen an, das ist ein Drittel des polnischen Staatsgebiets. (...) Diese Gebiete befinden  sich vor allem in Südostpolen. Erster Halt: Podkarpackie – Karpatenvorland."

Das Autor*innen-Duo begegnet viel offener LGBT-Feindlichkeit, aber trifft auch auf mutige Aktivist*innen.

Das andere Feature, "Hass gegen Liebe – Polens homo- und transfeindlicher Kulturkampf" von Lukasz Tomaszewski, ist etwas klassischer aufgezogen, aber sehr informativ aufbereitet und mit interessanten O-Tönen, unter anderem vom Filmemacher Bartosz Staszewskis, der mit von ihm entworfenen, beschrifteten Schildern die "Karte der Schande" sichtbar machte. Er bereiste besagte Gemeinden, die sich offen gegen LGBT-Interessen bekannt hatten, und kennzeichnete die Ortsschilder mit den in drei Sprachen lesbaren plakativen Worten "LGBT-free Community".

"Ich habe festgestellt, dass man das bloßstellen muss, aber wie? Ich bin Filmemacher, das Bild ist meine Art von Kommunikation mit der Welt. Wenn ich das will, dann muss ich den Disclaimer Ideologie runterziehen, also z. B. ein Schild produzieren. Diese Lokalpolitiker fotografieren sich mit diesen Beschlüssen, unterschreiben sie und kommentieren sie in den Medien. Wenn sie also so dermaßen stolz darauf sind, dann lass uns diese Orte mit meinem Schild markieren, und zeigen, was sie wirklich sind: Orte des Ausschlusses."

Seine Bilder gingen um die Welt und setzten eine Welle der Empörung in Gang.

Wen das Thema interessiert, kann sich getrost beide Features anhören und wird aus beiden Sendungen einen Zugewinn erhalten.

Gleich zwei Features zu LGBT-Feindlichkeit in Polen

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