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Fundstücke

Fabian Peltsch
Musikjournalist
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piqer: Fabian Peltsch
Samstag, 27.01.2018

Film-Doku über James Turrell: Heidnische Kunst für das neue Jahrtausend

Die Arbeiten des rauschebärtigen Lichtkünstlers James Turrell erinnern an Zeiten, in denen der Mensch noch die Sonne und den Mond anbetete, gleichzeitig sind sie in ihrem minimalistischen Zusammenspiel aus Fläche, Farbe, Form und Raum unbestreitbar modern. 

Seit den 60er-Jahren baut der ausgebildete Pilot und Psychologe überall auf der Welt seine sogenannten "Skyspaces", sakrale aber gleichzeitig konfessionslose Meditationsräume, die wie Tempel in der Landschaft stehen. Ihren Mittelpunkt bildet jeweils ein Loch in der Decke, das den Himmel einrahmt. Ausbalanciert mit internen Lichtquellen rücken Sternennächte und Sonnenuntergänge durch die Öffnung nah an einen heran. Dabei wird vor allem eines greifbarer: Die unbegreifliche Weite des Universums. 

In der Wüste von Arizona befindet sich das ambitionierteste Projekt des heute 74-Jährigen, an dem er bereits seit über 40 Jahren arbeitet: Der "Roden Crater" ist eine in den Kegel eines erloschenen Vulkans eingebettete Sonnenanbeterstätte, ein Erdmittelpunkt im Nirgendwo, der zu einem neuen Bewusstsein einlädt: Wir wissen heute vieles mehr über die Beschaffenheit des Universums als unsere Vorfahren. Aber das schmälert nicht das Wunder, das wir empfinden, wenn wir von "hier unten" darauf schauen. Im Gegenteil.

Mit seinem Lebenswerk hat Turrell eine Art antiker Kunst für das neue Jahrtausend erschaffen. Eine Kunst, die schon jetzt so mysteriös und erhaben wirkt, als müsse man sie archäologisch erschließen. Und eines Tages wird sie das vielleicht sogar, und unseren Nachfahren als Beweis dafür dienen, dass der Mensch selbst im Spätkapitalismus noch nicht vollständig den Kontakt zu seinen Ursprüngen verloren hatte. 

Film-Doku über James Turrell: Heidnische Kunst für das neue Jahrtausend
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