Kanäle
Log-in registrieren
piqd verwendet Cookies und andere Analysewerkzeuge um den Dienst bereitzustellen und um dein Website-Erlebnis zu verbessern.

handverlesenswert

Kuratoren aus Journalismus, Wissenschaft und Politik empfehlen
und kommentieren die besten Inhalte im Netz.

Du befindest dich im Kanal:

Fundstücke

Marcus Ertle
Journalist

Marcus Ertle arbeitet als Journalist mit den Schwerpunkten Interviews und Reportagen.

Ertle studierte Geschichte und Vergleichende Literaturwissenschaft.
Seine Texte erscheinen hauptsächlich bei GALORE, Krautreporter, jetzt.de und der Süddeutschen Zeitung.

Zum piqer-Profil
piqer: Marcus Ertle
Freitag, 17.02.2017

Feminismus - Achtung, Gegenverkehr!

Ich erkläre den heutigen Tag feierlich zum Tag der Meinungsvielfalt und empfehle diesen Kommentar aus der NZZ. Es geht um Feminismus. Das ist ein heikles Thema für mich als Mann, das gebe ich zu. In meinem Hinterkopf geistert die Angst herum, wie Harald Martenstein zu enden. Nein, nein, nicht als Zeit-Kolumnist, das wäre ja noch zu verkraften, sondern als chauvinistischer Kerl, der von Feminismus keine Ahnung hat und trotzdem mitreden will. Aber ich finde, dieses Risiko sollte man gelegentlich eingehen.

Womit wir beim Kommentar von Katharina Fontana wären. Sie liest den Feministinnen die Leviten und stellt deren gewohnte Narrative, Empörungsmechanismen und Feindbildroutinen infrage. Etwa indem sie zu bedenken gibt, dass Donald Trump eben nicht nur von der verhasstesten Gruppe der Welt (weiße, alte, zornige Männer), sondern auch von Frauen gewählt wurde. Und dann natürlich die Sache mit der viel besprochenen Frauenquote, aber auch mit der weniger oft besprochenen Frauenfeindlichkeit des real-existierenden Islams.

Man muss nicht mit allen Kritikpunkten der Autorin einverstanden sein, das füge ich nicht nur pflichtschuldig an, es ist wirklich meine Meinung. Aber ihr Text ist ein gelungener Denkanstoß und dessen Natur ist es, aus der geistigen Gegenrichtung zu kommen. Viel Spaß beim Lesen.

Feminismus - Achtung, Gegenverkehr!
6,5
21 Stimmen
relevant?

Möchtest du kommentieren? Werde piqd Mitglied!

Kommentare 8
  1. Ole Wintermann
    Ole Wintermann · vor 8 Monaten

    Danke für deinen Mut, den es heute bereits bedarf, um Kritik eines politischen -Ismus zu üben, der nicht das Ziel hat, die Lebensumstände aller Menschen und Kinder zum Positiven zu verändern. Es ist erfreulich, dass inzwischen auch in solchen Medien die Kritik am Feminismus langsam aber deutlich lauter wird.

  2. Fabian Köhler
    Fabian Köhler · vor 8 Monaten

    Das Like gibt's auf jeden Fall schon einmal für deine sehr lobenswerte Absicht, hier Kontroversität und Pluralismus zu steigern. Und ich finde auch, dass sich einige Punkte in dem Text verbergen, die es wert sind diskutiert zu werden. Aber in der real-existiereden Umsetzung geht das Ganze dann leider doch nicht über antifeministisches Bullshit-Bingo hinaus. Aber danke für den Versuch. Da fühle ich mich gleich motiviert, auch mal etwas von "der anderen Seite" zu piqen.

  3. Claudia Witte
    Claudia Witte · vor 8 Monaten

    Was hat denn dieser Artikel hier verloren? Ich dachte, wir sind uns einig, im 21. Jahrhundert zu leben! In diesem Kommentar aus dem Frauenparadies Schweiz stecken viele altbekannte Ressentiments, aber einen Denkanstoß kann ich beim besten Willen nicht erkennen.

    1. Marcus Ertle
      Marcus Ertle · vor 8 Monaten

      Ich persönlich glaube, dass zu grosse Einigkeit oft dazu führt, dass eine intellektuelle Ermüdung eintritt. Deswegen ist Gegenwind so wichtig! Auch wenn man findet, dass dieser Gegenwind dumm oder gestrig ist. Davon lebt die Debattenkultur.

  4. Antje Schrupp
    Antje Schrupp · vor 8 Monaten

    Ich finde nicht, dass da interessante Argumente zum Nachdenken drin stehen. Der Artikel ist praktisch so eine Art Bingo von dem, was aus einer bestimmten Ecke heraus seit Jahren ständig über "den Feminismus" gesagt wird.

    1. Marcus Ertle
      Marcus Ertle · vor 8 Monaten

      Ich bin natürlich kein Experte dafür, was seit Jahren aus bestimmten Ecken über Feminismus gesagt wird. Aber das sind die wenigsten Leser und, mit Verlaub, ich glaube schon, dass in dem Themenbereich die Meinungsvielfalt noch steigerbar ist.

    2. Antje Schrupp
      Antje Schrupp · vor 8 Monaten

      @Marcus Ertle Ja, das ist das Problem. Wirklich interessante, die vorherrschende Mehrheitsmeinung herausfordernde Artikel zu einem bestimmten Themengebiet kann man natürlich auch nur empfehlen, wenn man sich in diesem Themengebiet auskennt. Deshalb hat ja der Guardian mit seiner Aktion speziell Leute beauftragt, die sich gut im konservativen publizistischen Milieu auskennen, damit sie aus dem ganzen Blabla die lesenswerten Stücke heraussuchen. Es gibt mit Sicherheit lesenswerte Stücke über den Feminismus, die die Diskussion aus einer konservativen oder kritischen Sicht heraus weiterbringen. Dieses hier gehört aber leider nicht dazu.

    3. Marcus Ertle
      Marcus Ertle · vor 8 Monaten

      @Antje Schrupp Dann ziehe ich demütig meinen Hut vor den wahren Experten