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Ernster Gegner für die AfD: Sahra Wagenknecht (vielleicht)

Rico Grimm
Journalist
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Rico GrimmDienstag, 11.07.2023

In den letzten Wochen wurde wieder sehr sehr viel über die AfD diskutiert, weil sie so gute Umfragewerte im Augenblick hat. Zentrale Frage vieler Analysen: Was hilft dagegen? Wer kann den Rechtspopulisten das Wasser abgraben. Es gibt grundsätzlich zwei Strategien:

1. Ignorieren. Eigene Themen setzen und gut regieren.
2. Kopieren. Themen der AfD aufgreifen und versuchen, deren Wähler zu sich zu holen.

Mit der zweiten Strategie liebäugeln große Teile der Friedrich Merz-CDU. Die Erfahrung zeigt allerdings, dass sie eher dazu führt, dass die AfD gestärkt wird. Ihre Themen übernehmen und ihre Wähler abnehmen funktioniert nicht. Die Kopie ist nicht interessant. 

Sollte allerdings die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht eine eigene Partei gründen – das zeigt die Analyse, die ich heute empfehle – würden wir noch eine weitere Strategie quasi als Live-Experiment beobachten können. Es wäre eine Mischung aus eigenen Themen und Kopie. Denn Wagenknechts Partei wäre gesellschaftlich konservativ (wie die AfD) und wirtschaftspolitisch links (wie die Linken).

Carsten Braband zeigt im linken Magazin Jacobin sehr gut, welche Folgen diese Neugründung haben könnte. Überblickshaft:

  • Indirekte Schwächung von Union und FDP und Stärkung der AfD
  • Noch tiefere Spaltung der unteren Mittelschichten und Arbeiterschaft
  • Schichtenübergreifend Konservative von anderen Parteien abwerben

Letztlich hält Braband die Neugründung aber für einen strategischen Irrweg:

Wenn linke Parteien in der Geschichte konservative Arbeiterinnen für sich gewannen, taten sie das nicht, indem sie sich kulturell konservative Programmpunkte aneigneten. Sie sprachen auch diese Menschen als die Arbeiter an, als die sich viele von ihnen in Abgrenzung zu »denen da oben« – den Reichen, den Konzernen und der herrschenden Politik – auch heute noch sehen.


Ernster Gegner für die AfD: Sahra Wagenknecht (vielleicht)

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Kommentare 7
  1. Achim Engelberg
    Achim Engelberg · vor 8 Monaten

    Jetzt werden schon Umfragen zu einer nicht existierenden Partei gemacht: Gab es so etwas schon einmal?

    https://www.berliner-z...

  2. Hermann J. F. König
    Hermann J. F. König · vor 8 Monaten

    Bei Wagenknecht geht es immer um Inhalte, die sie m. E. sehr kompetent beurteilt. Das Parteiensystem ist aus meiner Sicht anachronistisch.

    1. Cornelia Gliem
      Cornelia Gliem · vor 8 Monaten

      sorry ich kann mich da nicht an Inhalte erinnern. zumindest nicht ohne gehörige Portionen Populismus und Rechte Anbiederung...

  3. Josef Schick
    Josef Schick · vor 8 Monaten

    Ich hatte von der Frau nur vernünftige Ansichten gehört!👍

    1. Cornelia Gliem
      Cornelia Gliem · vor 8 Monaten

      nun guuuuut. welche bitte?

    2. Jochen Dachboden
      Jochen Dachboden · vor 8 Monaten

      ich halte sie für ein Musterbeispiel von Populismus

  4. Christoph Weigel
    Christoph Weigel · vor 8 Monaten · bearbeitet vor 8 Monaten

    "...Sollte allerdings die Linken-Politikerin Sarah Wagenknecht..."

    👉 sahra wagenknecht

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