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Fundstücke

Die Grenzbereiche der Fankultur: Crowdfunding für Hentai-Fantasien

Christian Huberts
mächtiger™ Kulturwissenschaftler und Kulturjournalist
Zum piqer-Profil
Christian HubertsMittwoch, 28.06.2017

Dass insbesondere die weiblichen Helden aus Computerspielen häufig zu Hauptfiguren in pornografischen Interpretationen des Originaltexts werden, ist nichts Neues und wurde an dieser Stelle schon von piqd-Kollege Rainer Sigl aufgegriffen. Welches Ausmaß dieses Phänomen jedoch zum Teil schon angenommen hat, ist auch mir neu und bedarf eindeutig einer Trigger-Warnung. So produziert das Studio FOW seit mehreren Jahren pornografische Animationsfilme mit Videospielfiguren, die sich wohl am ehesten dem Hentai-Genre zuordnen lassen: der japanische Begriff beschreibt ursprünglich erotische Manga und Anime, die sich etwa durch in der Realität unmögliche oder illegale sexuelle Handlungen auszeichnen. Beispielsweise wird in Lara In Trouble, der ersten Produktion von Studio FOW, die Tomb Raider-Heldin Lara Croft zum Opfer einer Gruppenvergewaltigung. Mit solchen und ähnlichen Inhalten ist das Unternehmen so erfolgreich, dass sie über Crowdfunding mittlerweile mehr als 30.000 Dollar pro Monat einnehmen. Rund 4.000 Gaming-Fans finanzieren also virtuellen Missbrauch und Erniedrigung von weiblichen Spielfiguren.

Der Text, den die Illustratorin und Games-/Gender-Expertin Nina Kiel für Broadly geschrieben hat, könnte an dieser Stelle mit sicher berechtigter Empörung enden, aber so einfach macht es sich die Autorin nicht. Stattdessen befragt sie Sexualpädagogen und -therapeuten sowie Mitglieder der Community zu ihrer Einschätzung der extremen Fantasien. Dabei entsteht ein differenzierteres Bild, das die potentiellen Gefahren der fiktiven Darstellung sexualisierter Gewalt nicht ausblendet, aber ebenso kein reines »kink-shaming« betreibt, sondern für eine nachvollziehbare Einordnung eines problematischen Phänomens sorgt. Ein schwieriges Thema, das viele Missverständnisse provoziert, aber an dieser Stelle gut verhandelt wird.

Die Grenzbereiche der Fankultur: Crowdfunding für Hentai-Fantasien

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