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Franz Kotteder
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Franz Kotteder
Donnerstag, 07.01.2016
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Was die Wiesn mit dem Kölner Silvester zu tun hat

In Zusammenhang mit dem Kölner Silvester wird derzeit gerne das Oktoberfest, gewissermaßen als Blaupause, genannt. So als ob sich im Münchner Herbst zwei Wochen lang alle so aufführen würden wie die Typen am Kölner Hauptbahnhof. Dass das ziemlicher Quatsch ist, wird in diesem Blogbeitrag sehr stringent nachgewiesen. Könnte sich allerdings jeder nach Sichtung der Zahlen auch selber ausrechnen. Was noch fehlt, ist der Gesamtpromillegehalt der beteiligten Personen (dafür passiert auf der Wiesn meines Erachtens sogar beinahe erstaunlich wenig, bei 5,9 Millionen Besuchern in nur 16 Tagen).

Was die Wiesn mit dem Kölner Silvester zu tun hat
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Kommentare 8
  1. Marcus Ertle
    Marcus Ertle · vor fast 2 Jahren

    Interessant.

  2. Marcus von Jordan
    Marcus von Jordan · vor fast 2 Jahren

    Ich möchte mir leider lieber nicht vorstellen, was auf der Wiesn los wäre, wenn es nicht ein weitgehend ausgeglichenes Geschlechterverhältnis gäbe. In Köln hätte wahrscheinlich ein kleiner Anteil von Frauen in der Gruppe der Täter genügt, um zumindest dieses Ausmaß an Übergriffen zu verhindern. Anyway - der Vergleich ist für die Katz. Die Feststellung an sich, dass Köln eine neue Dimension war, ist weder an sich rassistisch, noch implementiert sie die Aussage, dass es sonst keine sexuelle Gewalt gegen Frauen in Deutschland gäbe.

  3. Juliane Becker
    Juliane Becker · vor fast 2 Jahren

    Diese "Ist doch halb so wild"-Meinung kann ich absolut nicht vertreten. Schön, dass es "nur" so wenige Sexualdelikte auf der Wiesn gab - was allerdings außerhalb der Theresienwiese geschieht, wird in keine Bilanz eingerechnet. Ich weiß das, weiß ich an der Endhaltestelle der U5 wohne und deshalb jedes Jahr die volle Breitseite der Volltrunkenen abbekomme. Und da bleibt es leider nicht nur bei bierseligen Anmachsprüchen.

    1. Franz Kotteder
      Franz Kotteder · vor fast 2 Jahren

      Was außerhalb geschieht, wird schon immer eingerechnet, es ist die gleiche Statistik. Das macht es im Einzelfall natürlich nicht besser. Aber der Vergleich mit Köln ist halt Unfug, weil's rein zahlenmässig in keinem Verhältnis zueinander steht.

    2. Marcus von Jordan
      Marcus von Jordan · vor fast 2 Jahren

      ...dass ich mal donalphonso verteidigen würde...aber er wertet ja gar nicht qualitativ, sondern nur quantitativ. Also nicht "halb-so-wild", sondern "maximal-10%-so-häufig".

    3. Juliane Becker
      Juliane Becker · vor fast 2 Jahren

      @Marcus von Jordan Natürlich stimmt es, dass die Kölner Übergriffe eine komplett neue Dimension von Gewalt hatten. Trotzdem ist mir diese hämisch-relativierende Art von Don Alphonso zuwider. Niemand will Vergleiche nach dem Motto "aber auf der Wiesn geht's schlimmer zu!" aufstellen. Sondern darauf hinweisen, dass sexuelle Gewalt überall existiert - und dass wir endlich mal daran arbeiten könnten.

      Übrigens stimmt die Behauptung, es hätte letztes Jahr keine einzige vollendete Vergewaltigung gegeben, nur in Teilen. Vieles, was in der Statistik als "sexueller Missbrauch" geführt wird, ist per se eine Vergewaltigung. "Nur" an widerstandsunfähigen, sprich extrem alkoholisierten Personen.

    4. Marcus von Jordan
      Marcus von Jordan · vor fast 2 Jahren

      @Juliane Becker ...über den Don kannste mit mir nicht streiten. Und darüber, dass es zum Kotzen ist, wenn irgendjemand so tun sollte, als ob wir sonst kein Problem mit sexueller Gewalt hätten, auch nicht. Aber der Eindruck ist entstanden, man wolle "Köln" relativieren mit Verweis auf Wiesn oder das Problem im allgemeinen - und das war natürlich eine Steilvorlage auf die rechte Flanke.

    5. Franz Kotteder
      Franz Kotteder · vor fast 2 Jahren

      @Juliane Becker ... "endlich mal daran arbeiten könnten": Auf der Wiesn ging's vor zehn oder 20 Jahren sehr viel schlimmer zu. Dass es heute sehr viel seltener zu Sexualvergehen kommt als damals, hat damit zu tun, dass hier sehr viel Präventionsarbeit geleistet wurde, von unterschiedlichsten Organisationen. Das ist immerhin ein Fortschritt, und insofern ist das Oktoberfest halt ein schlechtes Beispiel, verglichen mit den Ausschreitungen von Köln.