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Juliane Becker
Freie Journalistin und Bloggerin
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Juliane Becker
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Mittwoch, 09.03.2016

Was das Jagdmuseum und die Kammerspiele gemeinsam haben? Eine dunkle Vergangenheit.

Schon als Kind fand ich das Jagdmuseum inmitten der Fußgängerzone seltsam. Es wirkte seltsam deplatziert zwischen dem Herrenmodengeschäft und dem H&M und das Wildschwein aus Metall vor dem Eingang war auch nicht gerade ansprechend. Noch viel deplatzierter waren aber die Jagdtrophäen von Hermann Göring, die bis 2013 ausgestellt wurden - ohne Kommentar oder Einordnung.

Die Trophäen sind mittlerweile im Keller eingelagert und man scheint sich wirklich Mühe zu geben, die Vergangenheit aufzuarbeiten: vor ein paar Tagen ist eine 120-seitige Broschüre und eine Dokumentation über das Jagdmuseum erschienen. "Museumsleitung und Jagdverband müssen endlich Stellung zur NS-Vergangenheit des Hauses beziehen und sich davon abgrenzen", so Sepp Dürr von den Grünen.

Zum Thema Vergangenheitsbewältigung passt an dieser Stelle noch etwas anderes: das Stück Reichstheaterkammer des 3. Jahrgangs der Otto-Falckenberg-Schule. Eine kluge, selbstkritische und kurzweilige Auseinandersetzung mit den Kammerspielen und Hitlers Kumpel Otto Falckenberg, nach dem die renommierte Schauspielschule benannt wurde.

Das nächste Mal am 13. März, Kammer 3.

Was das Jagdmuseum und die Kammerspiele gemeinsam haben? Eine dunkle Vergangenheit.
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