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Marcus von Jordan
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Dienstag, 08.08.2017

Vorbild Ruanda?

Wenn schon mal was Unärgerliches zu lesen ist bei achgut.com...nein im Ernst, ich bin froh über ein paar facebook Bekanntschaften, die einigermaßen zuverlässig die häufiger mal sehr gut informierten Texte von dort zu mir schaffen.

"Volker Seitz war von 1965 bis 2008 in verschiedenen Funktionen für das deutsche Auswärtige Amt tätig, zuletzt als Botschafter in Kamerun, der Zentralafrikanischen Republik und Äquatorialguinea mit Sitz in Jaunde.( ...) Volker Seitz publiziert regelmäßig zum Thema Entwicklungszusammenarbeit mit Afrika und hält Vorträge."

Ich habe sonst eher immer davon gelesen, dass Ruandas Machthaber Paul Kagame mehr oder weniger drastisch Opposition bekämpft, keine echte Pressefreiheit zulässt und "gerne mit dem Zusatz „umstritten“ bedacht" wird. 

Wenn man bedenkt, wo Ruanda gerade herkommt, ist dieser Bericht über eine Menge sehr positiver Kennzahlen aber ganz klar eine echte Erfolgsmeldung und stimmt einen optimistisch. Und ja - es gibt auch Partner, wenn es darum geht Fluchtursachen zu bekämpfen.

Vorbild Ruanda?
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Kommentare 1
  1. Dirk Liesemer
    Dirk Liesemer · vor mehr als einem Jahr

    Profunder Text, liest sich wie aus dem Fischer Weltalmanach. Der Autor lässt keinen Aspekt unerwähnt. Übrigens stammt das Foto aus dem Programm "One Laptop per Child": Kagames Bildungsministerium hat (hatte?) sich vorgenommen, dass jedes Kind in Ruanda an einem Computer unterrichtet wird. Als ich 2011 für Recherchen im Land war, googelten die Kinder am liebsten nach "Barack Obama" und dann nach "Kagame". Damals war aber längst nicht jede Schule mit Computern ausgestattet. Unter anderem musste noch die Elektrifizierung des Landes ausgebaut werden. Als ich das Thema später den Redaktionen anbot, hieß es: Schreibs auf - aber wir drucken es erst, wenn das Programm gescheitert ist. Und wenn so gerne auf die mangelnde Demokratisierung des Landes verwiesen wird: Auch in Europa konnte sich eine Demokratie erst entwickeln, als es bereits ein Bürgertum gab. Es ist daher treffend, Kagame als einen "aufgeklärten Autokraten" und nicht als "Diktator" zu bezeichnen. Nur ein Punkt ist noch zu ergänzen: Kagame hat nicht nur aufgrund seiner wirtschaftlichen Erfolge einen so großen Rückhalt, sondern auch aufgrund der seither friedlichen Periode. Es hatte auch vor 1994 zahlreiche Pogrome gegeben.