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Fundstücke

Jovana Reisinger
Autorin, Filmemacherin
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Jovana Reisinger
Sonntag, 10.04.2016
Community piq

transatlantisches Feedback heute: der Skatefilm.

Sucht man nach der Definition eines Skate-Films, sucht man vergebens. Welche Strukturen muss ein Skate- oder Skaterfilm aufweisen? Muss er billig, hart und wild sein? Die Kamera wacklig? Wikipedia leistet nur eine sehr schwache Auflistung berühmter Skatefilme - wir müssen Youtube schauen. Unter dem Radar fliegen ist wahrscheinlich so eine Sache. Eher underground als mainstream. 

Ich erinnere mich an Video Days und denke an MTV, an Bam Margera - aber dann geht die Assoziation weiter zu my super sweet 16 und generell USA. Ich habe skaten immer stark mit Amerika verbunden. Warum eigentlich?

Zurück zum Thema: All das weiß ich also nicht über den Skatefilm, man weiß anscheinend aber ganz genau, was dieser angehängte Film nicht ist: Nightsession (was für ein Titel) ist laut der SZ-Autorin leicht zu dechiffrieren: "Vielleicht sollte man mit einer Aufzählung all dessen beginnen, was dieser Film nicht ist: Er erzählt keine Heldenreise, es gibt keine klassische Dramaturgie, er hat keinen Antagonisten und auch keine Konflikte. Trotzdem, und das ist ein kleines Kinowunder, entwickelt der Film "Nightsession" über vier Jungs, allesamt Laiendarsteller, die sich eine Nacht mit ihren Skateboards durch München treiben lassen, einen Sog." Dieses "trotzdem" + "Kinowunder" können wir ja einfach ignorieren. Das klingt, wie Filmkritiken oft klingen (leider). Als würde es keine Filme geben, die auf die Heldenreise verzichten + Dramaturgien brechen. Das gibt es, seit es Film gibt. Und genauso lang funktioniert es schon. (wow) Was das allerdings über deutsche Kinokritik aussagt, dass in jeder Filmbeschreibung erwähnt werden muss, dass es kein Drehbuch gab, ist eine andere Frage. Das scheint besonders frech zu sein. Zurück zu uns: Nightsession zeigt München, Jungs beim skaten, die leere Stadt. Schön, dass noch Jugendkultur stattfindet in M, fernab der hingeklatschten Skateparks und elterlichen Kreditkarten. (oha!)

Nightsession läuft ab 14. April im Kino.

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