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Matthias Onken
Matthias Onken
Freitag, 26.02.2016
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Posse um ein Gelage: Bürgermeister soll Wein predigen

Von wegen schönste Stadt der Welt. Spätestens mit Absage des Stuttgarter Weindorfs auf dem Rathausmarkt kann sich Hamburg im bundesdeutschen Attraktivitätsranking mal schön hinten anstellen: Nach einem Rüffel des Landesrechnungshofs will das Bezirksamt Mitte den Schwaben die zentralste Eventfläche der Stadt nicht länger zum Schnäppchenpreis vermieten.

Für das 16-tägige Gelage würde dieses Jahr statt 46.000 der volle Gebührensatz von 125.000 Euro fällig werden. Macht trotzdem keine zwei Euro den Quadratmeter pro Tag, ist dem Veranstalter aber ein Schluck zu viel aus der Pulle. Der Mieterhöhung folgte die Absage und eine Ladung Gift in Richtung Verwaltung: "unmoralisch" sei das.

Seitdem tobt das Volk: "Endlich!", feiern die einen die Absage des trutschigen Treibens. "Peinlich!", fauchen die anderen in Richtung des Bezirksamtsleiters, der mit den Betreibern nicht einmal geredet habe. Nun ja, Andy Grote war vom Bürgermeister bereits zum neuen Innensenator befördert worden und hatte möglicherweise ganz andere Sorgen.

Doch damit nicht genug. Nun soll gar Olaf Scholz himself einschreiten und völkerverständigend Wein predigen. Den darf er dann auch saufen – wenn das Weindorf gerettet ist und Hamburg sich mit Fug und Recht wieder schönste Stadt der Welt nennen darf.

Bis dahin bleibt Hamburgs Presse an der Posse dran... 

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