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Juliane Becker
Freie Journalistin und Bloggerin
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Juliane Becker
Dienstag, 05.07.2016
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München sagt „Nein" zu Stolpersteinen und Gunter Demnig ist das egal

Mitte Juni habe ich bereits zum Thema Stolpersteine gepiqd: Gunter Demnigs größtes dezentrales Mahnmal der Welt hat nämlich laut Stadtrat und ortsansässiger jüdischer Gemeinde in München nichts zu suchen. Das ist dem Gunter aber ziemlich wurscht und er verlegt die Steine trotzdem — ganz aktuell vor einem Haus in der Franz-Joseph-Straße, um einem ermordeten jüdischen Paar zu gedenken.

[Die Eigentümer des Hauses] hat das Schicksal des ermordeten jüdischen Paares nicht losgelassen. Sie wollten die Erinnerung an diese Opfer der Nazis wachhalten. Sie wollten die Stolpersteine, und auch die Eigentümergemeinschaft votierte einstimmig dafür — ein eindrucksvolles Beispiel von „Bürgersinn", lobt Terry Swartzberg, der Vorsitzende des Vereins „Stolpersteine für München", bei der Zeremonie am Montagnachmittag.

Der simple, rechtlich korrekte Trick dabei: Die Fläche vor dem Haus ist Privatgrund und somit nicht vom städtischen Verbot betroffen. Selbiges gilt für Stolpersteine in der Widenmayerstraße und der Bayerstraße. Dem Stadtrat ein Schnippchen geschlagen: A bisserl was geht halt immer.

München sagt „Nein" zu Stolpersteinen und Gunter Demnig ist das egal
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