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Jovana Reisinger
Autorin, Filmemacherin
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Jovana Reisinger
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"maybe she's just a money hungry whore?"

Es ist die Zusammenfassung auf der Jetzt-Seite der Süddeutschen Zeitung, die selbst zum Top- Anschauungsbeispiel wird, über eine Debatte, die sie selbst verhandelt.

Die Back-Story: Ein Pornodarsteller soll mehrere (neun) Pornodarstellerinnen vergewaltigt haben. Das Ganze kommt auf Twitter raus. (Interessant ist auch die Diskussion, die bei Laurie Penny geführt wird – aus dieser kommt auch die Überschrift.)

Die Story: Charlotte Haunhorst von der SZ fasst die Geschehnisse also zusammen und publiziert das Ganze auf jetzt.de. Dabei verweist sie auf Kommentare und Verurteilungen im Netz – die ironischerweise selbst als Kommentare unter ihrem Artikel Platz finden. 

Zum Beispiel: "#solidaritywithdeen traurig, das frauen es so einfach haben...

Und dieser "(...)haunhorst (geht) über die leichen von frauen, die tatsächlich vergewaltigt wurden, indem sie frauen, welche aus rache- oder sonstigen gründen einen falschen vergewaltigungsvorwurf erheben, unterstützt. damit schadet sie bewusst den wirklichen opfern. menschenverachtend." (*dieser Kommentar wurde mittlerweile entfernt)

Was mich an dieser Debatte generell interessiert, ist, dass Frauen, die in der Pornoindustrie arbeiten, noch weniger glaubwürdig zu sein scheinen. Ein Common Sense im Netz: So eine Vergewaltigung gehört doch zum Berufsrisiko. Und Frauen benutzen die Anschuldigung der Vergewaltigung, um wahllos und skrupellos Männer zu ruinieren.

Was mich an diesem Artikel interessiert, ist, wie mit einer Journalistin umgegangen wird, die sich diesem Thema widmet. Hornhaust ist nun also menschenverachtend. Geht über Leichen und hat es nicht geschnallt, dass die Stoya wohl selbst schuld ist und spuckt nun allen "echt-vergewaltigten" Frauen ins Gesicht? Interessanter Ansatz der Jetzt.de-Leser. 

Hier übrigens noch der Artikel von Laurie Penny auf Time.com.

Und wer noch den feministischen Porno sucht: eine Liste.

"maybe she's just a money hungry whore?"

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