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Björn Erichsen
Journalist

Norddeutscher. Lebt seit über 15 Jahren in Hamburg. Arbeitet für große Magazine und TV-Sendungen. Freischreiber by heart. Bildet an der Akademie für Publizistik Volontäre aus.

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Björn Erichsen
Montag, 30.05.2016
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Eine Schaluppe gegen kulturellen Notstand

Über das sozio-kulturelle Wachkoma von Hamburgs Stadtteilen südlich der Elbe habe ich vor einiger Zeit schon mal gepiqt. Neben Harburg hat vor allem Wilhelmsburg viel Potential, nur wecken konnte es bisher leider niemand. Weder der seit mehr als zehn Jahren von wechselnden Senaten proklamierte "Sprung über die Elbe", noch die Millionen, die bis 2013 in die Internationale Bauausstellung und Internationale Gartenschau geflossen sind. Im schönen Wilhelmsburg, von der Fläche her immerhin Hamburgs größter Stadtteil, gibt es auch weiterhin weder Kino noch Theater, kurzum: es herrscht "kultureller Notstand".

So sieht das zumindest der Verein für mobile Machenschaften, ein bunte Truppe von jungen Sozialarbeitern, Eventmanagerinnen, Zimmermännern und Erlebnispädagogen, die einen kühnen Plan haben: Sie wollen die "Schaluppe" bauen, ein 5x15 Meter großes Floß, auf dem es bei Kreuzfahrten auf der Süderelbe Theater, Kino, Weltmusik oder einfach gute Partys geben soll, ein "Freiraum für Kunst und Kultur" mitten auf dem Wasser. Das Projekt, das Wilhemsburg gut zu Gesicht stehen würde, ist recht manierlich angelaufen, per Crowfunding sind bereits 15.000 Euro zusammengekommen, etwa nochmal soviel benötigt der gemeinnützige Verein, um mit der "Schaluppe" in See zu stechen.

Eine Schaluppe gegen kulturellen Notstand
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