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Fundstücke

Juliane Becker
Freie Journalistin und Bloggerin
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Juliane Becker
Sonntag, 17.07.2016
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Die Bajuwaren aus Pasing erblicken das Tageslicht

Manchmal ist es ein bisschen erschreckend, wie wenig man über die eigene Heimatstadt weiß. Dass München mal von Mönchen gegründet wurde, ist mir seit dem Kindergarten im Kopf geblieben, viel mehr allerdings nicht. Dabei hat die Landeshauptstadt so eine spannende Vergangenheit — und die beginnt nicht erst 1158. In Pasing hat man jetzt nämlich ein Bajuwarengrab entdeckt. 1500 Jahre alt sind die darin enthaltenen Schätze — ein wirklich spektakulärer Fund, weil man aus dieser Zeit bisher kaum Überlieferungen finden konnte. „Wir machen momentan Geschichte klar", sagt Matthias Pfeil vom Landesamt für Denkmalpflege.

Seit 1919 wusste man, dass unter dem Pasinger Grundstück eine Grabstätte liegt. Darauf gebaut wurde trotzdem. Gab ja noch keinen Denkmalschutzgesetz. Jetzt aber waren die Archäologen schnell genug und haben in drei Monaten 130 Gräber freigelegt. Darin zu finden: Hunderte Grabbeigaben, Schwerter, ein perfekt erhaltenes Pferdeskelett und vielleicht auch der legendäre Gründer von Pasing, Paoso. Das ist aber noch längst nicht alles: Dort, wo heute Garagen und Straßen sind, soll es noch mehr Gräber geben, insgesamt 1500. Ob die so bald das Tageslicht erblicken werden, bleibt zu bezweifeln.

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