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Rainer Sigl
Journalist Print/Online/Radio, Blogger; Textarbeiter
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piqer: Rainer Sigl
Freitag, 23.06.2017

Chronisch krank, Geert Wilders und Sexismus: Das ganz normale Leben in WoW

Spiele - insbesondere Massive-Online-Multiplayer-Spiele wie „World of Warcraft", in denen sich Millionen Menschen treffen - sind nicht nur elektronisches Unterhaltungsmedium, sondern inzwischen eigentlich auch ganz normale (Freizeit-)Lebensräume, in denen sich unterschiedlichste  Menschen mit ihren ganz eigenen Geschichten über den Weg laufen. 

Abseits direkter Kontakte mit Freunden aus der eigenen Gilde oder bereits aus der Realität befreundeten Spielerinnen und Spielern begegnet uns diese Vielzahl an echten Menschen meist allerdings nur als mehr oder weniger anonyme Präsenz am Bildschirm, deren grafische Repräsentation noch dazu so gut wie nichts über den echten Menschen dahinter verrät.

Joe Köller hat sich für VICE das Projekt gestellt, in „World of Warcraft" mit Unbekannten ein Gespräch im Chat zu beginnen, um mehr über die Menschen hinter den Avataren herauszufinden.

Die spannendsten Geschichten über Spiele sind die Geschichten ihrer Spieler. Stories über zufällige Alien-Entdecker, über Community-Polizisten und interplanetare Codeknacker. Aber nur die wenigsten dieser Geschichten werden erzählt. Das wollen wir ändern. Und darum geben wir Gamern die Gelegenheit ihre Geschichte zu erzählen – und zwar direkt im Spiel.

Da gibt es die niederländische Draenei-Schamanin, der Geert Wilders sympathisch ist, den schwedischen Menschen-Paladin mit chronischer Krankheit oder den lieber anonym bleibenden Pandaren-Mönch, der sich über alltäglichen Sexismus im Spiel beklagt — echte Menschen, die hier in der Fantasywelt eine zweite Heimat gefunden haben. Ein wichtiger Reminder, dass virtuelle Welten längst nicht mehr von uniformen Klischee-„Zockern", sondern Menschen bevölkert werden, die auch ein Spiegel der realen Gesellschaft sind.

Chronisch krank, Geert Wilders und Sexismus: Das ganz normale Leben in WoW
7,5
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