Kanäle
Log-in registrieren
piqd verwendet Cookies und andere Analysewerkzeuge um den Dienst bereitzustellen und um dein Website-Erlebnis zu verbessern.

handverlesenswert

Kuratoren aus Journalismus, Wissenschaft und Politik empfehlen
und kommentieren die besten Inhalte im Netz.

Du befindest dich im Kanal:

Flucht und Vertreibung

J. Olaf Kleist
Politikwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Flüchtlingsforschung
Zum piqer-Profil
piqer: J. Olaf Kleist
Dienstag, 25.10.2016

Was Deine Jeans mit der Flüchtlingskrise zu tun hat

Humanitäre Krisen führen zu zusätzlichen Risiken für Flüchtlinge. Der Mangel an Rechten für Syrer in den Erstzufluchtsländern bedeutet, dass sie dort keinen Schutz und keine Perspektiven finden können. Dies bedeutet gerade für jene, die am verletzlichsten sind, nämlich für Flüchtlingskinder, dass sie von Ausbeutung bedroht sind. Zwar hat die Türkei Arbeitsrechte für syrische Flüchtlinge eingeführt, doch angesichts der hohen Anzahl an Flüchtlingen werden selten volle Löhne gezahlt. Tatsächlich werden Kinder gerade in der Textilindustrie eingesetzt, die Kleidung für Unternehmen wie Marks&Spencer, ASOS, Zara und Mango herstellen. Wie die BBC berichtet arbeiteten sie unter anderem an Jeans und waren teils giftigen Chemikalien ausgesetzt. Die Firmen haben reagiert und versprochen, dass den Betroffenen geholfen wird. Aber wir sollten nicht vergessen, dass dies in dem Land passiert, mit dem die EU einen Flüchtlingsdeal unterschrieben hat, um Syrer zurückzusenden. Und wir sollten an diese Nachrichten denken, wenn die Zahl an Syrer, die nach Europa kommen, wieder ansteigt.

Was Deine Jeans mit der Flüchtlingskrise zu tun hat
8,6
5 Stimmen
relevant?

Möchtest du kommentieren? Werde piqd Mitglied!