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Flucht und Vertreibung

J. Olaf Kleist
Politikwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Flüchtlingsforschung
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piqer: J. Olaf Kleist
Dienstag, 12.04.2016

Verschobene Normen und Flüchtlinge als Sündenböcke

Nach meinem gestrigen piq über die Verrohung in der Flüchtlingsdebatte heute eine Ergänzung von Harald Welzer. Nicht um Flüchtlinge gehe es eigentlich in der anhaltenden Debatte, sondern um mangelnde Solidarität und Unmenschlichkeit. In der öffentlichen Auseinandersetzung, sowohl in der Politik als auch in den Medien, habe sich die normative Grundlage verschoben, ohne dass es viele bemerkt hätten. So können Leid und brutales Vorgehen einfach als Resultat des eigentlich richtigen Verhaltens abgetan werden. Ähnliches sei auch in den 1930er Jahren zu beobachten gewesen. Um so schockierender, dies nun live zu erleben. Hoffnung mache lediglich die stille Mehrheit in der Bevölkerung, die nach wie vor Flüchtlingen helfen wollen. Diese gegenüber Medien und Politik stark zu machen, müsse nun die Aufgabe sein.

Verschobene Normen und Flüchtlinge als Sündenböcke
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