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Flucht und Vertreibung

Fabian Köhler
freier Journalist, Politik- und Islamwissenschaftler (M.A.)
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piqer: Fabian Köhler
Samstag, 21.05.2016

Und der Willkommensweltmeister ist... China

Zur Abwechslung einmal eine gute Nachricht: Zu einer Zeit, in der Nationalstaaten um den Titel der restriktivsten Flüchtlingspolitik buhlen, hat Amnesty International einmal die Bevölkerung von 27 Ländern gefragt, wie sie es mit der Willkommenskultur gegenüber Flüchtlingen halten. 

Das Ergebnis der repräsentativen Umfrage: Dreiviertel aller Befragten sind der Meinung, dass Menschen, die versuchen Krieg und Verfolgung zu entkommen, in anderen Ländern Zuflucht gewährt werden sollte. Besonders hoch sind die Zustimmungswerte in Spanien, Deutschland, Jordanien und China mit jeweils über 90 Prozent. Nur ein Drittel der weltweit Befragten ist der Meinung, ihre jeweilige Regierung sollte weniger tun, um Flüchtlingen zu helfen. In Deutschland lehnen sogar nur 6 Prozent die Aussage ab, die eigene Regierung solle mehr zum Schutz von Flüchtlingen tun.

Besonders bemerkenswert sind die Antworten auf die Frage, ob man persönlich bereit wäre, Flüchtlinge bei sich zu Hause aufzunehmen: Während Deutschland mit 10 Prozent Zustimmung im Mittelfeld rangiert, zeigt sich vor allem in Großbritannien eine riesige Diskrepanz zwischen Regierungspolitik und Aufnahmebereitschaft der Bevölkerung. 29 Prozent der Befragten wären bereit, Flüchtlingen persönlich Zuflucht zu gewähren. Willkommensweltmeister ist allerdings die Bevölkerung von China. Fast jeder zweite Chinese (46 Prozent) würde Flüchtlinge in seinem Haus aufnehmen. 

Und der Willkommensweltmeister ist... China
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