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Flucht und Vertreibung

J. Olaf Kleist
Politikwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Flüchtlingsforschung
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piqer: J. Olaf Kleist
Montag, 11.04.2016

Gegen die Verrohung in der Flüchtlingsdebatte

Immer wieder heißt es, man solle nicht so moralisch argumentieren, wenn es um Flüchtlingsschutz gehe. Flüchtlingsschutz erscheint als Idealismus, nicht mehr als ein Grundrecht, ein Grundprinzip Europas, als Menschenrecht. All das habe den wahren Sorgen zu weichen, Sorgen um Sicherheit und Grenzen, Wohlstand und nationale Identität. So wird dazu aufgerufen, den grausamen Bildern aus Idomeni und anderen Teilen Griechenlands standzuhalten. Die Verrohung wird als Preis für das größere Ziel, die Fluchtmigration nach Europa zu verhindern, in Kauf genommen. Ähnliches moralisches Abwiegen ist aus der Geschichte nur allzu gut bekannt, nämlich im Zuge großer Menschheitsverbrechen. Daher ist es so wichtig, dass uns Oliver Trenkamp daran erinnert:

Empathie hilft dabei, vernünftige Entscheidungen zu treffen.
Gegen die Verrohung in der Flüchtlingsdebatte
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