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Flucht und Vertreibung

Fabian Köhler
freier Journalist, Politik- und Islamwissenschaftler (M.A.)
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piqer: Fabian Köhler
Freitag, 30.09.2016

Film zum Wochenende: Wie Hollywood den bösen Araber erfand

Was haben Chuck Norris, Arnold Schwarzenegger, Christopher Loyd, Bugs Bunny, Bradley Cooper, George Clooney, Buce Willis … ach machen wir es kurz: Was haben so ziemlich alle Schauspieler von amerikanischen Actionenfilmen gemein? Sie hatten es schon mit richtig bösen Arabern zu tun.

Vom trashigen B-Movie bis zum Oscar-Abräumer, von True Lies bis American Sniper gehört das Klischee des minderbemittelten islamischen Terroristen, der sich in gebrochenem Englisch durch amerikanische Großstädte bombt und den stets nur eine weiße Heldentat davon trennt, die (zivilisierte) Welt ins Chaos zu stürzen, genauso zu Hollywood, wie die Gewissheit, dass der alle Schaltjahre anzutreffende muslimischen Sympathieträger, dann doch von einem Weißen gespielt wird.

Der Medienkritiker Jack Shaheen hat 900 Hollywoodfilme auf solche ethnischen Stereotypen untersucht und seine Ergebnisse 2001 im Buch „Reel Bad Arabs: How Hollywood Vilifies a People“ veröffentlicht. Die gleichnamige Doku des amerikanischen Kommunikationsproffessors Sut Jhally fasste die Ergebnisse 2006 zusammen: Kurzweilig und unterhaltsam. Manchmal aber auch ziemlich verstörend. Nämlich dann, wenn deutlich wird, dass die Fiktionen von Bruce Willis, Arnold Schwarzenegger und Co. größeren Einfluss auf unser Bild von "Gut und Böse" haben als die arabische Realität.

Film zum Wochenende: Wie Hollywood den bösen Araber erfand
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