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Flucht und Vertreibung

Fabian Köhler
freier Journalist, Politik- und Islamwissenschaftler (M.A.)
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piqer: Fabian Köhler
Dienstag, 13.09.2016

Europa -> Islamischer Staat: Wo todbringende Waffen einfacher reisen können als notleidende Menschen

Drei Monate habe er gebraucht, erzählte mir einmal ein irakischer Freund, um das vom IS kontrollierte Mossul zu verlassen: Wachleute mussten geschmiert, Fluchthelfer kontaktiert, Spuren zu seiner Familie verwischt werden. Nicht mit einberechnet war da freilich die viel längere Zeit, die er brauchte, um das nötige Geld für seine Flucht zu erarbeiten. Auch nicht die weiteren zwei Monate, die es dauerte, um sich von der irakisch-türkischen Grenze bis nach Europa durchzuschlagen.

Dass die Strecke Europa-Islamischer Staat auch sehr viel schneller zurückgelegt werden kann, hat nun die britische NGO CAR belegt: nicht durch notleidende Menschen, sondern durch todbringende Waffen.

Die Organisation trackt Waffen und Munition in Krisengebieten. Eine typische Reiseroute von Europa zum Islamischen Staat verläuft ihren Recherchen zufolge zum Beispiel so: 

  • Osteuropäischer Hersteller
  • weiteres osteuropäisches Land
  • Saudi Arabien
  • Türkei
  • syrische Oppositionsgruppe
  • IS im irakischen Fallujah
Dauer der Reise: zwei Monate. 

Louise Ridley hat für den britischen Ableger der Huffington Post mit dem Chef von CAR und ehemaligen UN-Waffenkontrolleur James Bevan gesprochen.

Europa -> Islamischer Staat: Wo todbringende Waffen einfacher reisen können als notleidende Menschen
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