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Flucht und Einwanderung

Herkunftsländer

Das Wort Herkunftsländer ist den meisten Deutschen und Europäern in den letzten Monaten sicherlich oft begegnet. Im Rahmen der Flüchtlingskrise wurde über dieses Thema viel diskutiert, denn man unterscheidet zwischen sicheren und unsicheren Herkunftsländern. Menschen aus vermeintlich sicheren Herkunftsländern können und werden abgeschoben. In Wahrheit kann die Sicherheit und die poilitsche Situation z.B. in afrkanischen Ländern oft gar nicht richtig eingeschätzt werden, die tatsächliche Bedrohung für den Einzelnen ist oft nicht durchschaubar. Der Fliehende soll auch noch selbst beweisen, dass und wie er verfolgt wird, oft eine unmögliche Aufgabe. Daher brauchen wir zu diesem Thema mehr Information und Sensibiliät. Zudem sollten wir uns eine Sicht auf den Menschen angewöhnen, die davon ausgeht, dass Menschen ihre Heimat nicht aus Langeweile oder dem Wunsch nach zügellosem Luxus verlassen, sondern ganz überwiegend aus purer Not und Angst. Menschen, die nicht in ihre Heimat zurück wollen, haben dafür einen Grund. Meist haben diese Gründe viel mit unserem Lebensstil und unserer Politk zu tun! Diese unangenehmen Wahrheiten gilt zu erkennen und sie werden in diesem Kanal zum Thema.

Weitere Informationen zum Thema Herkunftsländer

Das Wort Herkunftsländer ist den meisten Deutschen und Europäern in den letzten Monaten sicherlich oft begegnet. Im Rahmen der Flüchtlingskrise wurde über dieses Thema wie kein anderes diskutiert. Herkunftsländer bezeichnet das Land, aus dem ein Geflüchteter stammt. Im Jahr 2015 waren die Herkunftsländer von Flüchtlingen vor allem Syrien, Afghanistan und Irak. Doch sind alle Herkunftsländer gleich, woher stammt der Begriff und was bedeutet das für uns und für die Flüchtlinge?

Wenn man von sogenannten Herkunftsländern spricht, dann meistens im Zuge einer Flüchtlingsbewegung. Denn ein sicherer Herkunftsstaat ist ein Begriff aus dem deutschen Asylrecht. Er ist einer von fünf Bausteinen, die zusammen den Asylkompromiss ergeben. Ist man auch einem sicheren Herkunftsland geflohen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein gestellter Asylantrag abgelehnt wird. Das liegt daran, dass man bei diesen Herkunftsländern davon ausgeht, dass im Normalfall eine politische Verfolgung ausgeschlossen werden kann. Sicherlich gibt es auch hier Ausnahmefälle. Doch das muss der Antragsteller beweisen. Somit muss man erst einmal davon ausgehen, dass der Asylantrag abgelehnt wird, wenn man aus sicheren Herkunftsländern entflieht.

Momentan gehören zu den sicheren Herkunftsländern alle Staaten der Europäischen Union, die Westbalkanstaaten Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Serbien, Montenegro, Albanien und Kosovo und die afrikanischen Staaten Ghana und Senegal. Diese Satten gelten allerdings nur vor dem deutschen Asylgesetz als sicher. Eine gesamteuropäische Liste ist momentan aus politischen Gründen nicht möglich.

Erst im Zuge der Flüchtlingskrise 2015 wurden Albanien, Montenegro und Kosovo auf die Liste gesetzt. Denn mit der Flüchtlingswelle und der enormen Anzahl an Geflüchteten war eine Überarbeitung der Liste überfällig. Seit 2016 wird nun auch über die Nordafrikanischen Staaten und einer möglichen Einstufung als sichere Herkunftsländern diskutiert. Dies ist momentan ein Gesetzesvorhaben der Großen Koalition, doch der Innenminister Thomas de Maiziere reiste bereits in die Länder um auch die vereinfachte Rückführung der Staatsbürger dieser Länder zu beschließen. Denn das ist ein erheblicher und wesentlicher Punkt, wenn man über sichere Herkunftsländer spricht: die schnelle Abschiebung dieser Geflüchteten.

Natürlich gibt es auch Kritik an der Kategorisierung der Herkunftsländer in sicher und unsicher. Denn vor allem dient es der schnellen Ablehnung von Asylanträgen und einer schnellen Abschiebung der Geflüchteten. Eine gesetzliche Überprüfung jedes Einzelfalls ist so kaum möglich und auch die Herkunft allein darf nicht eine mögliche Verfolgung kategorisch ausschließen. Durch die Kategorisierung in sichere und unsichere Herkunftsländer erhofft man sich einen Rückgang von Geflüchteten aus diesen Ländern. Doch die Erfahrung hat auch gezeigt, dass gerade eine umfassende Aufklärung in den Herkunftsländern über niedrige Chancen auf Asylrecht in Deutschland mindestens genauso effektiv ist.