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Flucht und Vertreibung

Fremdenfeindlichkeit

Fremdenfeindlichkeit oder Xenophobie ist die Ablehnung von Menschen und Menschengruppen, die als anders empfunden werden. Einer bestimmten Ethnie oder Nationalität werden bestimmt negative Eigenschaften zugeschrieben, z.B. zu stinken, zu klauen, zu betrügen, faul zu sein etc. Ein einzelner Mensch wird demzufolge abgelehnt, nur weil er einer bestimmten Ethnie angehört, ohne ihn und seine Geschichte persönlich zu kennen. Fremdenfeindlichkeit ist extrem gefährlich, weil sie ganze Menschnegruppen abwertet und teilweise sogar entmenschlicht. Der Schritt zur gewaltsamen Unterdrückung, Vertreibung oder Ermordung ganzer Bevölkerungsgruppen ist dann nicht mehr weit und ist in der Menschheitsgeschichte schon oft vorgekommen. Umso wichtiger ist es, sich damit faktenbasiert auseinander zu setzten, einzelne Schicksale aus der Masse zu greifen, sein Herz für die Menschen zu öffnen, sich berühren zu lassen. Dieser Kanal soll dazu beitragen.

Weitere Informationen zum Thema Fremdenfeindlichkeit

Fremdenfeindlichkeit oder Xenophobie ist die Ablehnung von Menschen und Menschengruppen, die als anders empfunden werden. Meistens richtet sich Fremdenfeindlichkeit gegen andere Ethnien und Nationalitäten, denen der Xenophob selbst nicht anhört. Das kann bis zur Ablehnung eines Menschen aus der Nachbarstadt reichen, vor allem in ländlichen Gegenden ist der Regionalpatriotismus sehr lebendig. Während es gewaltarme Formen der Fremdenfeindlichkeit gibt, ist sie durch das Gewaltpotenzial der typischerweise fremdenfeindlichen Bevölkerungsgruppen eine aktuelle gesellschaftliche Gefahr.

Was ist Fremdenfeindlichkeit?
Fremdenfeindlichkeit beruht auf der Annahme, dass es Gruppen von Menschen gibt, die anders als ein individuell definiertes "wir" sind. Das Vorhandensein von Nationalitäten oder äußerlichen Merkmalen wie anderer Hautfarbe oder anderer Sprache reicht schon aus, um die Menschheit in Gruppen zu unterteilen. Sprache und Dialekt, andersartiges Aussehen, eine andere Kultur und verschiedene Bräuche und Traditionen waren in frühester Menschheitsgeschichte Abgrenzungsmerkmal nach außen und Bindeglied der Gemeinschaft. Fremdenfeindlichkeit war in dieser Zeit natürlich und normal, denn man wusste nicht, ob eine fremde Gruppe freundlich oder feindlich gesonnen war. Heute allerdings begegnen uns die meisten Nationalitäten, Ethnien und sonstige Gruppen freundlich und die Fremdenfeindlichkeit ist überholt.

Warum Xenophobie in der Entwicklung des Menschen entstand

Der frühe Mensch lebte in kleinen Gruppen, die meistens aus einer oder einigen wenigen Familien bestanden. Diese Gruppen waren in sich einheitlich, wenn sie nicht gerade ein Mitglied anderer Herkunft bei sich aufnahmen. Sie sprachen gleich, sie rochen gleich, sie sahen sich durch die enge Verwandtschaft ähnlich. Das schweißte sie zusammen - ähnliches ist auch im Tierreich bei fast jeder Art zu beobachten. Insbesondere Herdentiere lehnen sehr anders aussehende Vertreter der Art manchmal ab und grenzen sie aus. Diese Gruppen von Menschen konkurrierten früher um Nahrung, Wohnraum und Überleben, sodass es nur natürlich war, dass sie einander als Gegner betrachteten. Doch über diese Zeit ist die Menschheit hinweg. Durch die Globalisierung hat jeder schon einmal einen Asiaten, einen Afrikaner oder Europäer gesehen und weiß, dass sie keine Bedrohung darstellen. Dennoch wird dieser uralte Instinkt im Menschen immer wieder durchkommen, denn Trigger dafür gibt es auch in der Moderne.

Warum Fremdenfeindlichkeit heute noch existiert
Über viele Urinstinkte und Ur-Verhaltensweisen wird der Mensch hinwegkommen, wie es auch bei anderen Arten ist. Der Mensch schafft das allerdings nur durch Bildung - und dort, wo wenig Bildung herrscht, kann Fremdenfeindlichkeit sehr leicht auf fruchtbaren Boden stoßen. Beim Gedanken an die frühe Steinzeit, als Menschen in Gruppen lebten und ums Überleben kämpfen mussten, lässt sich leicht erkennen, dass Xenophobie oft lediglich das Ergebnis empfundener Bedrohung ist. Etwas Neues, Unbekanntes geht von anderen Nationalitäten und Ethnien aus, ja sogar von einem Menschen, der einen anderen Dialekt spricht. Innerhalb von Familien ist es oft schwierig für Schwiegertöchter, sich bei den Schwiegereltern beliebt zu machen, da diese mit der neuen Frau ihre Traditionen und Bräuche bedroht sehen. Genau so geht es den oft bildungsfernen Fremdenfeindlichen, die schlichtweg nicht wissen, was wirklich auf sie zukommt und wie ein friedliches Zusammenleben aussehen kann. Als erfolgreiches Mittel gegen Fremdenfeindlichkeit erweisen sich oft behutsame Begegnungen der Ethnien und Nationalitäten, bei denen Menschen feststellen können, dass sie zwar anders aussehen, sprechen und leben, aber doch unter Gleichen sind.