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Flucht und Einwanderung

Emran Feroz
Journalist
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piqer: Emran Feroz
Montag, 23.11.2020

Zusammenfassung: Australische Kriegsverbrechen in Afghanistan

Seit einigen Tagen steht es endgültig fest: Australische Soldaten haben in Afghanistan Kriegsverbrechen begangen. Die Ermordung von (mindestens 39) afghanischen Zivilisten war für die Soldaten der betroffenen Eliteeinheit (SAS) eine Art Sport. Die Tötung der Afghanen wurde für Neuankömmlinge zu einem perversen Aufnahmeritual. 

Aufgedeckt wurden die Verbrechen durch australische Journalisten, die nach ihren Veröffentlichungen zu Zielscheiben australischer Behörden wurden. Letztendlich war es ihre Arbeit, die zu einer Untersuchung führte. 

Nun ist es eine große Sache, dass selbst das australische Militär dieses "fehlerhafte Verhalten" eingesteht. 

Einige jener ABC-Journalisten, die die Verbrechen enthüllt haben, heben in diesem Beitrag allerdings hervor, dass man mit der offiziellen Narrative vorsichtig sein muss. Es war nämlich keineswegs so, dass lediglich einige "schwarze Schafe" auf Menschenjagd gingen.

Auch in diesem lesenswerten Bericht wird deutlich gemacht, dass die Tötung von Afghanen "die ganze Zeit passierte". 

Ich hatte gestern ein Interview mit dem ehemaligen US-Soldaten und Autor Erik Edstrom. Dieser hat ein Buch (hier eine gute Rezension dazu) über seine Erfahrungen im Afghanistan-Krieg geschrieben und ist nun ein lauter Kriegsgegner. Edstrom meinte gestern u.a., dass der Fall der australischen Soldaten "lediglich ein kleines Puzzlestück sei" und viele Kriegsverbrechen von NATO-Truppen noch aufgearbeitet werden müssen.

Ich teile seine Meinung. 

Wer mit Afghanen in betroffenen Regionen (vor allem in ländlichen Gebieten) gesprochen hat, weiß, dass derartige Kriegsverbrechen in den letzten zwei Jahrzehnten zum Alltag gehörten. Allerdings wurden die afghanischen Opfer und Zeugen unsichtbar gemacht. Ihren Stimmen wurde kein Gehör geschenkt. Man hört tatsächlich erst vermehrt Berichte, wenn ein privilegierter, westlicher Beobachter, Journalist oder Aktivist an die Öffentlichkeit tritt. 

Mein Kollege Ali Latifi war von einigen Tagen in der westafghanischen Provinz Herat und hat dort Afghanen ausfindig gemacht, die Opfer australischer Soldaten wurden.

Und ja, was diese Menschen beschreiben, hat wenig mit einer Armee gemein, die sich für Freiheit und Menschenrechte einsetzt. 

The situation in their family home was no better. The Australians had destroyed the gate and unleashed their dogs on one of his dogs. When his cousin Mohammadullah entered the house, he tried to wrestle the dog from Saifullah.“He saw the dog tearing away at my brother, but before we knew it, they were both shot dead, right there in our home.”

Die meisten Beobachter sind sich mittlerweile sicher, dass hinter derartigen Taten ein System steckte. Es wird allerdings noch Jahre dauern, bis ein Großteil dieser Verbrechen aufgedeckt ist - wenn überhaupt. 

Zusammenfassung: Australische Kriegsverbrechen in Afghanistan

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