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Flucht und Einwanderung

J. Olaf Kleist
Politikwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Flüchtlingsforschung
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piqer: J. Olaf Kleist
Mittwoch, 29.11.2017

Zurückgeblieben: Das kontinuierliche Leid von Bürgern und Flüchtlingen auf den griechischen Inseln

2015 waren alle da: Freiwillige, Nichtregierungsorganisationen und Medien aus aller Welt, Anwohner und Regierungsstellen - alle arbeiteten Hand in Hand, um Flüchtlingen auf griechischen Inseln zu helfen, beim Ankommen und beim Weiterreisen. Im Mittelpunkt standen dabei Lesbos und Moria. Die Situation dort sieht heute - zwei Jahre später - ganz anders aus: Bürger und Flüchtlinge werden mit viel Leid zurückgelassen.

Einwohner von Lesbos haben es oft als ihre Pflicht gesehen, Flüchtlingen zu helfen. Doch der kurzzeitige Einfall von Hilfsorganisationen und der nachhaltige Ausfall von Touristen hat bleibende Konsequenzen auf die dortige Gemeinschaft. Und auch die traumatischen Rettungsszenen lassen viele nicht los. 

Weitaus drastischer ist hingegen die Lage auf Moria. Dort werden 7000 Asylsuchende in einem Lager für 2000 festgehalten. Die katastrophalen Zustände dort konnten gerade von Monitor dokumentiert werden. Wie schon im letzten Jahr ist das Lager nicht auf den Winter und die kommende Kälte vorbereitet. 

Während die Bilder der 2015 in Griechenland ankommenden Flüchtlinge vielen in Erinnerungen geblieben sind, scheinen die zurückgebliebenen Menschen vergessen zu sein. 

Zurückgeblieben: Das kontinuierliche Leid von Bürgern und Flüchtlingen auf den griechischen Inseln
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