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Flucht und Einwanderung

Wie die Bundesregierung die Lage in Afghanistan verharmlost

Emran Feroz
Journalist
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Emran FerozMittwoch, 28.07.2021

In Afghanistan eskaliert die Situation weiterhin. Was dies u. a. konkret bedeutet:

- fast 200 (von 388) Distrikte wurden mittlerweile von den Taliban eingenommen

- laut UN wurde im ersten Halbjahr 2021 ein neuer Höchststand erreicht, was zivile Opfer im Land angeht (insgesamt über 5.000 Tote und Verletzte)

- Militäroperationen finden im ganzen Land statt, auch die afghanische Regierung agiert immer autoritärer 

Währenddessen schieben EU-Staaten, inklusive Deutschland, weiterhin Geflüchtete ab – oder schönen die Lage durch fragwürdige Berichte.

Das jüngste Beispiel hierfür ist ein Bericht des Auswärtigen Amtes über die gegenwärtige Situation in Afghanistan. Thomas Ruttig, ein bekannter Kenner des Landes, beurteilt den Bericht u. a. wie folgt:

"Zur Gesamtlage verwenden die AA-Autor:innen beschönigende Textbausteine aus Vorgängerberichten. Dass Afghanistan sich „weiterhin in einer schwierigen Aufbauphase mit einer volatilen Sicherheitslage“ befinde (Seite 4) ist eine maßlose Untertreibung: Afghanistan ist weltweit Kriegsland Nummer 1. Auf Seite 15 steht, dass es nach dem ursprünglich ausgehandelten Abzugsdatum für die westlichen Truppen, dem 30. April 2021, zu einem „weiteren Gewaltanstieg und erhöhtem Druck der Taliban“ gekommen sei. Hinter Sätzen wie diesem bleibt die akute Negativdynamik verborgen."

Der "Empfänger" des Berichts ist übrigens das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Richtig gelesen. Das Bamf soll anhand dieses extrem fragwürdigen Berichts über Asyl und Schutz entscheiden. Dafür, so Ruttig, sei ebenjener Bericht allerdings absolut ungeeignet. Er geht nämlich in vielerlei Hinsicht an der Realität vorbei und ignoriert Fakten und Tatsachen vor Ort. 

Wie die Bundesregierung die Lage in Afghanistan verharmlost

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