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Flucht und Einwanderung

Emran Feroz
Journalist
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piqer: Emran Feroz
Dienstag, 16.07.2019

Vom syrischen Srebrenica

Am 11.07. jährte sich das Massaker von Srebrenica zum 24. Mal. 

Der bosnische Journalist Refik Hodzic nimmt dies zum Anlass, um auf die Situation in Syrien aufmerksam zu machen, und er vergleicht die Gräueltaten im Land ganz bewusst mit jenen, die in seiner Heimat stattfanden. 

Die zahlreichen Verbrechen des Assad-Regimes finden weiterhin statt. Es wird gefoltert, vergewaltigt, bombardiert und ermordet - vor den Augen der Weltöffentlichkeit. 

Doch das Desinteresse könnte gar nicht größer sein. 

Laut Hodzic hat dies auch mit der kontinuierlichen Entmenschlichung von geflüchteten Menschen zu tun. Sowohl Medien als auch Politik haben in dieser Hinsicht ganze Arbeit geleistet.

Er schreibt u. a.:

A sea of hate-mongering headlines reduced refugees to a problem that must be resolved for the sake of "our state and our wellbeing".

Tatsächlich haben der Syrien- und Bosnien-Krieg einige Gemeinsamkeiten. In beiden Fällen findet man brutale Diktaturen, die gegen bestimmte Teile der Bevölkerung genozidal vorgehen und etwa Massenfolter und Vergewaltigungen gezielt und systematisch einsetzen. 

Hinzu kommt die geostrategische Komponente. Kurz und grob: NATO auf der einen Seite, Russland und Co. auf der anderen. Dies führt in beiden Fällen bei zahlreichen Analysen zu massiven Verkürzungen und Fehleinschätzungen, z. B. bei nicht wenigen Linken, die sich dann auf die "böse NATO" fokussieren und dabei Russland, Assad oder den Massenmörder Karadzic verharmlosen. 

Vom syrischen Srebrenica
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Kommentare 1
  1. Christoph Weigel
    Christoph Weigel · Erstellt vor etwa einem Monat ·

    سجن صيدنايا‎

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