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Flucht und Einwanderung

Emran Feroz
Journalist
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piqer: Emran Feroz
Dienstag, 24.07.2018

Seehofers 69 Afghanen und wer sie wirklich gewesen sind

Deutschland schiebt weiterhin afghanische Geflüchtete ab. "Seehofers 69" haben für einige Schlagzeilen gesorgt, vor allem, nachdem der CSU-Chef und Heimatminister über die Massenabschiebung scherzte und sie mit seinem 69. Geburtstag in Verbindung brachte, während einer der Abgeschobenen in Kabul Selbstmord beging.

Für mich persönlich war das alles nur abstoßend. Als jemand, der selbst aus Afghanistan stammt und regelmäßig von dort berichtet, war ich über das, was geschah, einfach nur wütend.

Und, wie erwartet, sind die abgeschobenen Afghanen bereits vergessen und aus den Schlagzeilen verdrängt.

Doch wer waren sie eigentlich? 

Diese lesenswerte NDR-Recherche fokussiert sich auf diese Frage und macht u.a. deutlich, dass die absolute Mehrheit (50 von 69) der Abgeschobenen eben keine "Straftäter, Gefährder oder Identitätsverweigerer" gewesen sind. 

"Viele waren, so ergaben die Recherchen, bereits gut integriert, obwohl sie nur geduldet waren. Sie hatten bereits Jobs oder zumindest mehrere Praktika absolviert. Wie auch Allahyar. Beim Zimmereibetrieb "Das Bau-Team" im bayerischen Unterschleißheim kann man sich noch gut an ihn erinnern. Geschäftsführer Andreas Vollrath hätte ihm gerne einen Ausbildungsvertrag gegeben."

Umso mehr fragt man sich, was all diese Abschiebungen in ein Kriegsland sollen und warum die deutsche Geflüchtetenpolitik derart menschenfeindlich geworden ist.

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