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Flucht und Einwanderung

Fabian Köhler
freier Journalist, Politik- und Islamwissenschaftler (M.A.)
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piqer: Fabian Köhler
Freitag, 21.10.2016

Praktizieren statt Predigen: Tagesspiegel lässt Journalisten schreiben, die Flüchtlinge sind

Das Journalistengewerbe ist ein schizophrenes Business. Wahrscheinlich in keiner anderen Berufsgruppe gibt man sich regelmäßig so lautstark überzeugt von Gleichheit, Gleichberechtigung, Pluralität, während in der Realität dann doch die meisten „Schützenvereine interkultureller sind als Journalistenrunden.“ 

Der Berliner Tagesspiegel hat in seiner vergangenen Wochenendausgabe die Verhältnisse einmal umgekehrt. Mal nicht an die Multikulti-Gesellschaft appelliert, sonder sie vorgelebt und Autoren, die Tastatur überlassen, die als Flüchtlinge nach Deutschland kamen.

Der Lerneffekt beim Leser setzt dabei schon vor der ersten Zeile ein: Denn die syrischen, iranischen, aserbaidschanischen, afghanischen und ägyptischen Autoren sind keine Integrationspraktikanten aus der nächsten Erstaufnahmeeinrichtung, sondern allesamt selbst Journalisten mit jahrelanger Erfahrung.

Das beste aber an den Geschichten über bpsw. die Tücken des deutsche Hochschulsystem, den Alltag in der Turnalle oder deutsch-syrische Wanderfreundschaften: Sie sind nicht Diversity-Selbstzweck, sondern tatsächlich lesenswert. 

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