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Flucht und Einwanderung

Emran Feroz
Journalist
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piqer: Emran Feroz
Dienstag, 17.10.2017

Österreich: Wer mit einem Afghanen liiert ist, soll einfach nach Afghanistan ziehen

Österreich schiebt weiterhin afghanische Geflüchtete ab und erreicht in Sachen Geflüchtetenthematik regelmäßig neue Tiefpunkte.

Ein Beispiel hierfür ist etwa der Asylbescheid, den Edris F., der 2015 nach Österreich kam, erhalten hat. Eigentlich hatte Edris vor, mit seiner Freundin Hannah ein neues Leben aufzubauen. Das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl hat allerdings andere Pläne für das Paar. 

Laut dem negativen Bescheid sei es Hannah nämlich zumutbar, sich mit Edris in seinem Herkunftsland Afghanistan niederzulassen.

Einfach ausgedrückt: Edris und Hannah sollen in ein Kriegsland ziehen. 

 "Mir wird praktisch nahegelegt, in ein Land zu ziehen, für das die höchstmögliche Reisewarnung gilt", sagt Hannah.

Laut der Webseite des österreichischen Außenministeriums ist Afghanistan ein Land, in dem "das Risiko von gewalttätigen Auseinandersetzungen, Raketeneinschlägen, Minen, Terroranschlägen und kriminellen Übergriffen" präsent sei. 

Über die Absurdität dieser Entscheidung wundern sich so ziemlich alle Menschen, die mit dem Paar zu tun haben. Edris und Hannah wollen den Antrag juristisch anfechten. 

Österreich: Wer mit einem Afghanen liiert ist, soll einfach nach Afghanistan ziehen
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