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Flucht und Einwanderung

Nichts mit Frauenemanzipation. Das Burkaverbot als koloniales Herrschaftsinstrument.

Fabian Goldmann
mal Journalist, mal Islamwissenschaftler, je nachdem

...hab damals den Einschreibungstermin für Theoretische Physik verpasst. Das hab ich jetzt davon.

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Fabian GoldmannDienstag, 16.08.2016

Die Debatte um islamische Damenoberbekleidung nimmt kein Ende. Und egal wie man zu einem Verbot islamischer Schleier steht, sind sich doch auch die meisten Gegner eines „Burkaverbots“ sicher, dass es in der Debatte irgendwie auch um Frauenrechte geht.

Ein fantastischer Text auf Qantara, dem Nahost-Portal der Deutschen Welle, wirft ein ganz anderes Licht auf die Tradition – nicht auf die muslimischer Schleier, sondern auf die Tradition europäischer Schleierbekämpfung. Denn solche Verbote sind kein Phänomen der europäischen Postmoderne, keine Konsequenz veränderter westlicher Werte im Zuge von Frauenemanzipation und Gleichberechtigung.

Briten und Franzosen machten das Schleierverbot schon im 19. Jahrhundert zum kolonialen Herrschaftsinstrument, das Kopftuch zum Symbol der „mittelalterlichen und barbarischen Sitten des Islam“, auf den die selbsternannten Befreier „ganze Heerscharen von wohlmeinenden Aufklärern“ losließen. Das Problem dabei: Wie heute fehlte der erzwungenen Frauenemanzipation oft das verschleierte und unterdrückte Subjekt: Für eine französische Entschleierungszeremonie musste eine algerische Muslimin eigens ein Kopftuch anlegen, da sie von sich aus gar keins trug. 

Andere Musliminnen nutzten die Schleierobsession der Besatzer, um tatsächlich gegen ein patriarchalisches Herrschaftssystem vorzugehen: In westlicher Kleidung schmuggelten sie Waffen für den antikolonialen Widerstand. 

Nichts mit Frauenemanzipation. Das Burkaverbot als koloniales Herrschaftsinstrument.

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